Pedro Acosta sammelte Führungskilometer, hatte lange Chancen auf den Podiumsplatz, am Ende ging der KTM-Werksfahrer beim chaotischen Großen Preis von Katalonien in Barcelona leer aus. Der Spanier, am Vortag Zweiter im Sprint, kam in der letzten Kurve des MotoGP-Rennens nach einem unverschuldeten Crash zu Fall und schied aus. Teamkollege Brad Binder (Südafrika) wurde Siebter.
Überschattet wurde der Renntag vom schlimmen Stürzen. In Runde zwölf hatte Acosta scheinbar einen technischen Defekt an seiner Maschine und verlor an Tempo. Àlex Márquez konnte nicht mehr reagieren, berührte das Motorrad und stürzte gefährlich nahe an der Streckenbegrenzung. Der 30-Jährige war bei Bewusstsein, als er ins Krankenhaus gebracht wurde.
Beim Neustart erwischte es dann Johann Zarco: Der 35-jährige Franzose stürzte bereits in der ersten Kurve und prallte ans Hinterrad der Ducati von Francesco Bagnaia. Erst nach ausgiebiger Versorgung im Kiesbett wurde er ins Medical Center transportiert.
Nach dem dritten Start und zwölf Runden holte Fabio Di Giannantonio (Italien/Ducati) seinen zweiten MotoGP-Erfolg. In der WM-Wertung vergrößerte Marco Bezzecchi (Italien) seinen Vorsprung durch einen vierten Platz auf 15 Punkte vor seinem Aprilia-Teamkollegen Jorge Martín (Spanien) – Martín blieb nach einem Sturz ohne Punkte.