Marc Márquez hatte zuletzt enorme Probleme in Silverstone,
wurde Neunter im Sprint und Siebter im Hauptrennen, der MotoGP-Weltmeister
konnte seine Aufholjagd in der WM nicht fortsetzen – ganz im Gegenteil.
“Im Sprint hat er den Reifen zu sehr beansprucht in der Anfangsphase und
ist dann komplett eingegangen. Im Grand Prix hat er verwaltet, konnte gute
Punkte mitnehmen”, sagt der frühere Rennfahrer Tom Lüthi, der Spanier habe
aber letztlich “keine Chance” gehabt, mit den Aprilias mitzuhalten.
Der italienische Hersteller feierte beim Großen Preis von Großbritannien zwei
Dreifachsiege, dominierte auf ganzer Linie.
Doch nun gibt es wieder Hoffnung, auch in Sachen Spannung,
denn es geht in Aragon weiter, es wartet dort eine “ziemlich andere
Strecke” auf die Piloten, so Lüthi. “Eigentlich eine Paradestrecke
von Márquez”, meint der Schweizer, “Aragon hat mehr technische Teile
drin, auch Bergauf-, Bergab-Passagen.” Der Kurs sei “sehr
abwechslungsreich”. Lüthi rechnet damit, dass Ducati in Spanien weniger
Reifenprobleme haben wird als noch in England. Ob Márquez “da wieder ganz
vorne mitmischen kann”, werde “sicher spannend zu beobachten
sein”.
Auch von Pedro Acosta verspricht sich Lüthi viel. “Er
konnte wieder Schritte nach vorne machen, eigentlich über das ganze Wochenende
in Silverstone”, sagt der einstige MotoGP-Pilot über den spanischen
KTM-Werksfahrer. Acosta, der im kommenden Jahr für Ducati an den Start gehen
wird, ist WM-Siebter. Titelverteidiger Márquez liegt hinter dem Aprilia-Trio
Jorge Martín (Spanien), Marco Bezzecchi (Italien) und Ai Ogura (Japan) auf Rang
vier.