{"id":5995,"date":"2026-10-24T12:23:40","date_gmt":"2026-10-24T10:23:40","guid":{"rendered":"https:\/\/www.interwetten.news\/?post_type=blog&#038;p=5995"},"modified":"2026-10-24T12:23:41","modified_gmt":"2026-10-24T10:23:41","slug":"austria-krise-warum-helms-system-immer-weniger-funktioniert","status":"publish","type":"blog","link":"https:\/\/www.interwetten.news\/de\/news\/austria-krise-warum-helms-system-immer-weniger-funktioniert\/","title":{"rendered":"Austria-Krise: Warum Helms System immer weniger funktioniert"},"content":{"rendered":"<section class=\"text-module  bg-bg-default text-text-default  dark:!bg-dark dark:!text-white\" >\n  <div id=\"acf-block-6adc872c80442\"  class=\"transform -translate-y-2xl\"><\/div>\n    <div class=\"mx-auto max-w-screen-3xl spacing-px spacing-py\">\n          <div class=\"typo-body text-element max-w-3xl align-left \">\n        <p>Die Probleme gehen mittlerweile weit \u00fcber einzelne individuelle Fehler hinaus. Das bevorzugte Spielsystem von Trainer Stephan Helm passt immer weniger zur personellen Besetzung, bew\u00e4hrte Angriffsmuster greifen nicht mehr und die Mannschaft verliert nach R\u00fcckschl\u00e4gen regelm\u00e4\u00dfig ihre Ordnung. Auch die Kaderplanung von Sportvorstand Tomas Zorn ger\u00e4t zunehmend in die Kritik.<\/p>\n<h2 class=\"western\">Wieder gef\u00fchrt, wieder eingebrochen<\/h2>\n<p>Wie schon beim 2:3 in Ried brachte sich die Austria auch in Altach um eine F\u00fchrung. Johannes Eggestein traf in der 40. Minute zum 1:0, doch Patrick Greils direkt verwandelter Freisto\u00df (70.) und Yann Massombos Treffer nach Vorarbeit von Lukas J\u00e4ger (80.) drehten die Partie.<\/p>\n<p>Besonders problematisch war die Reaktion auf den Ausgleich. Die Austria verlor zunehmend ihre defensive Stabilit\u00e4t, w\u00e4hrend Altach entschlossener nach vorne spielte. Der F\u00fchrungstreffer der Vorarlberger entstand schlie\u00dflich \u00fcber die rechte Angriffsseite, wo J\u00e4ger zu viel Raum erhielt, um Massombo einzusetzen.<\/p>\n<p>Auch statistisch war von einer \u00dcberlegenheit der Wiener wenig zu sehen. Zwar verzeichnete die Austria 55 Prozent Ballbesitz, Altach kam aber auf 15 Abschl\u00fcsse gegen\u00fcber elf der G\u00e4ste. Besonders deutlich war der Unterschied bei den Sch\u00fcssen aufs Tor: Hier lagen die Vorarlberger mit 7:3 vorne.<\/p>\n<p>Die Expected Goals von 1,07 f\u00fcr die Austria und 0,88 f\u00fcr Altach zeigen ein relativ ausgeglichenes Spiel. Allerdings gelang es den Wienern nicht, aus ihrem Ballbesitz ausreichend konstant gef\u00e4hrliche Situationen zu entwickeln. Dass man dann gerade bei einer solch ausgeglichenen Bilanz, wo eigentlich alles zumindest f\u00fcr ein Unentschieden spricht, doch noch das entscheidende Gegentor bekommt, passt in die festgefahrene Situation bei den Veilchen.<\/p>\n<h2 class=\"western\">Die F\u00fcnferkette wird zunehmend zum Problem<\/h2>\n<p>Ein wesentlicher Kritikpunkt betrifft Helms bevorzugtes 3-4-3 bzw. 3-4-2-1, das sich gegen den Ball zur F\u00fcnferkette formiert. In Altach bildeten Reinhold Ranftl, Johannes Handl und Ibrahim Buhari die Dreierabwehr. Daniel Nnodim und Taeseok Lee besetzten die Au\u00dfenbahnen. Davor sollte das zentrale Mittelfeld sowohl den Spielaufbau organisieren als auch die Defensive absichern.<\/p>\n<p>Das System funktionierte in der vergangenen Saison wesentlich besser. Mit der aktuellen personellen Besetzung treten allerdings seine Schw\u00e4chen deutlicher hervor. Vor allem die Innenverteidigung bereitet Probleme. Aleksandar Dragovi\u0107 und Philipp Wiesinger fehlen, w\u00e4hrend Ranftl auf einer Position aushelfen muss, die seine offensiven Qualit\u00e4ten einschr\u00e4nkt. Handl und Buhari k\u00f6nnen die fehlende Stabilit\u00e4t bislang nicht ausreichend kompensieren und machen deutlich zu viele Fehler.<\/p>\n<p>Eine zus\u00e4tzliche Schwierigkeit entsteht durch die Abst\u00e4nde zwischen den Mannschaftsteilen. Bleiben die Fl\u00fcgelverteidiger tiefer, fehlen der Austria vorne Anspielstationen. Schieben sie aggressiv nach, m\u00fcssen die drei Innenverteidiger gr\u00f6\u00dfere R\u00e4ume absichern.<\/p>\n<p>Dass eine Viererkette durchaus eine Alternative sein k\u00f6nnte, zeigte bereits das Heimspiel gegen Sturm Graz. Nach der Umstellung auf vier Verteidiger erh\u00f6hte die Austria ihren offensiven Druck deutlich. Kapit\u00e4n Manfred Fischer bezeichnete die Ver\u00e4nderung anschlie\u00dfend ausdr\u00fccklich als erfrischend. Trotzdem kehrte Helm in Altach zur gewohnten Grundordnung zur\u00fcck.<\/p>\n<h2 class=\"western\">Die Offensive passt nicht mehr zu den alten Mustern<\/h2>\n<p>Auch im Angriff fehlt eine \u00fcberzeugende Anpassung an das vorhandene Spielermaterial.<\/p>\n<p>In der erfolgreichen Vorsaison funktionierte das Spiel \u00fcber die Fl\u00fcgel und mit direkten B\u00e4llen in die Tiefe besonders gut. Spieler wie Dominik Fitz, Maurice Malone und Nik Prelec pr\u00e4gten unterschiedliche Phasen der damaligen Offensive. Mit dem ver\u00e4nderten Kader lassen sich diese Muster nicht einfach unver\u00e4ndert fortsetzen. Eggestein arbeitet viel f\u00fcr die Mannschaft, ist aber kein klassischer Tiefenl\u00e4ufer, der permanent lange Zuspiele hinter die Abwehr attackiert.<\/p>\n<p>Julian Hettwer bringt zwar Tempo mit, ben\u00f6tigt daf\u00fcr jedoch R\u00e4ume und passende Zuspiele. Gleichzeitig muss Fischer immer wieder Aufgaben im kreativen Zentrum \u00fcbernehmen, obwohl seine gr\u00f6\u00dften St\u00e4rken im Laufspiel, im Nachsetzen und im Besetzen gef\u00e4hrlicher R\u00e4ume liegen.<\/p>\n<p>Dadurch entstehen Angriffe, bei denen die einzelnen Spieler ihre Qualit\u00e4ten nur eingeschr\u00e4nkt einbringen k\u00f6nnen. H\u00e4ufig fehlt eine Verbindung zwischen Spielaufbau und letzter Linie.<\/p>\n<p>Unter den Fans und Beobachtern wird daher zunehmend die Frage gestellt, ob die Austria \u00fcberhaupt noch das Personal f\u00fcr Helms bevorzugtes System besitzt. Diese Kritik trifft einen entscheidenden Punkt: Ein Spielsystem muss sich an den F\u00e4higkeiten der verf\u00fcgbaren Spieler orientieren und nicht umgekehrt.<\/p>\n<h2 class=\"western\">Standards und Verunsicherung verst\u00e4rken die Krise<\/h2>\n<p>Hinzu kommen Probleme bei Standardsituationen und im defensiven Stellungsspiel. Greils Freisto\u00df zum 1:1 war hervorragend geschossen und kaum zu verteidigen. Der Treffer allein l\u00e4sst deshalb noch keine R\u00fcckschl\u00fcsse auf die Qualit\u00e4t der Austria-Defensive zu.<\/p>\n<p>Entscheidend war vielmehr, was danach geschah. Die Wiener verloren ihre Sicherheit, verteidigten weniger konsequent und erm\u00f6glichten Altach weitere gef\u00e4hrliche Angriffe. Solche Reaktionen sind mittlerweile ein wiederkehrendes Muster. Die Mannschaft wirkt nach Gegentoren verunsichert, trifft schlechtere Entscheidungen und verliert die zuvor vorhandene Ordnung.<\/p>\n<p>Manfred Fischer fand nach dem Spiel kaum Worte. Der Kapit\u00e4n erkl\u00e4rte, dass es der Austria derzeit einfach schwerfalle, Spiele zu gewinnen. Er sprach von gro\u00dfen Fragezeichen und zeigte Verst\u00e4ndnis f\u00fcr die mitgereisten Fans, die der Mannschaft nach Schlusspfiff demonstrativ den R\u00fccken zukehrten.<\/p>\n<p>Auch Helm erkannte das Problem. Seine Mannschaft bringe sich durch vergleichsweise einfache Gegentore regelm\u00e4\u00dfig selbst um den Ertrag ihrer Leistungen. In dieser Situation m\u00fcsse man dennoch einen klaren Kopf bewahren.<\/p>\n<h2 class=\"western\">Die Verantwortung liegt nicht nur bei Helm<\/h2>\n<p>Die sportliche Krise wirft allerdings auch Fragen an die Kaderplanung auf.<\/p>\n<p>Mit Spielern wie Hettwer, M\u00fcller und Buhari kamen im Sommer Akteure, die den Kader verst\u00e4rken sollten. Bislang konnten sie die Erwartungen nur teilweise erf\u00fcllen. Gleichzeitig fehlen der Mannschaft Erfahrung, defensive Verl\u00e4sslichkeit und Kreativit\u00e4t im letzten Drittel.<\/p>\n<p>Sportvorstand Tomas Zorn h\u00e4lt den Kader dennoch f\u00fcr stark genug, um das obere Playoff zu erreichen. Zugleich verwies er auf verletzungsbedingte Ausf\u00e4lle und die Notwendigkeit, junge Spieler zu entwickeln.<\/p>\n<p>Diese Argumente erkl\u00e4ren einen Teil der Schwierigkeiten, k\u00f6nnen aber den bisherigen Saisonverlauf nicht ausreichend rechtfertigen. Sieben Niederlagen aus zehn Spielen sind f\u00fcr einen Verein mit den Ambitionen der Austria nicht hinnehmbar.<\/p>\n<p>Die Verantwortlichen m\u00fcssen deshalb sowohl die taktische Ausrichtung als auch die Zusammenstellung des Kaders kritisch hinterfragen.<\/p>\n<h2 class=\"western\">Cup und Derby: Die n\u00e4chsten Entscheidungen stehen bevor<\/h2>\n<p>F\u00fcr Stephan Helm wird die Situation zunehmend bedrohlich. Zorn stellte sich vor der Niederlage in Altach noch \u00f6ffentlich hinter seinen Trainer. Ob diese R\u00fcckendeckung nach dem n\u00e4chsten R\u00fcckschlag unver\u00e4ndert besteht, bleibt offen.<\/p>\n<p>Der Spielplan bietet kaum Gelegenheit, in Ruhe an L\u00f6sungen zu arbeiten. Bereits am Dienstag wartet im \u00d6FB-Cup-Achtelfinale der TSV Hartberg, am Sonntag darauf folgt das Wiener Derby gegen Tabellenf\u00fchrer SK Rapid.<\/p>\n<p>Eine blo\u00dfe Steigerung einzelner Leistungswerte wird der Austria nicht mehr reichen. Helm muss eine Mannschaft auf den Platz bringen, deren Spielweise zum vorhandenen Personal passt und die auch nach R\u00fcckschl\u00e4gen ihre Organisation beh\u00e4lt. Gelingt das nicht, droht die Austria schon vor der Winterpause ihre sportlichen Saisonziele aus den Augen zu verlieren. Und dann wird sich die Trainerfrage kaum noch vertagen lassen.<\/p>\n      <\/div>\n      <\/div>\n<\/section>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Austria Wien steckt nach der 1:2-Niederlage beim SCR Altach tiefer denn je in der Krise. Sieben Niederlagen nach zehn Bundesliga-Runden bedeuten den schlechtesten Saisonstart seit Einf\u00fchrung der Drei-Punkte-Regel 1995. Gegen die Vorarlberger verspielten die Veilchen erneut eine F\u00fchrung und rutschten auf den vorletzten Tabellenplatz ab. Sogar die Rote Laterne droht noch an diesem Wochenende.<\/p>\n","protected":false},"featured_media":5996,"template":"","meta":{"_acf_changed":true,"_brand_n_article_id":"","_brand_n_match_id":""},"blog-category":[55],"class_list":["post-5995","blog","type-blog","status-publish","has-post-thumbnail"],"acf":[],"yoast_head":"<!-- This site is optimized with the Yoast SEO plugin v28.3 - https:\/\/yoast.com\/product\/yoast-seo-wordpress\/ -->\n<title>Austria-Krise: Warum Helms System immer weniger funktioniert - Interwetten News<\/title>\n<meta name=\"robots\" content=\"index, follow, max-snippet:-1, max-image-preview:large, max-video-preview:-1\" \/>\n<link rel=\"canonical\" href=\"https:\/\/www.interwetten.news\/de\/news\/austria-krise-warum-helms-system-immer-weniger-funktioniert\/\" \/>\n<meta property=\"og:locale\" content=\"de_DE\" \/>\n<meta property=\"og:type\" content=\"article\" \/>\n<meta property=\"og:title\" content=\"Austria-Krise: Warum Helms System immer weniger funktioniert - Interwetten News\" \/>\n<meta property=\"og:description\" content=\"Austria Wien steckt nach der 1:2-Niederlage beim SCR Altach tiefer denn je in der Krise. 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