Eigentlich gehört die kalte Dusche in Assen immer zum Programm, doch diesmal steht der Große Preis der Niederlande unter anderen Vorzeichen. “Wir haben eine Wettervorhersage von über 30 Grad”, sagt der frühere MotoGP-Pilot Tom Lüthi, “Assen ist sonst eigentlich bekannt für auch ab und zu mal
Regen. Dieses Jahr sieht es nicht so aus.”
Die hohen Temperaturen stellen die Piloten um die KTM-Werksfahrer Pedro Acosta und Brad Binder vor besondere Herausforderungen. Es bedeutete, dass die MotoGP-Starter die “Reifen managen” und “über die Distanz bringen” müssten, so Lüthi, “und dann werden wir sehen, wer der Schnellste sein wird.”
Der Schweizer rechnet damit, dass die Weltmeisterschaft interessant bleibt. “Es wird weiter spannend sein”, so Lüthi, “Marc Márquez hat gezeigt, dass er wieder fit ist, dass er schnell sein kann. Da sind wir gespannt, ob er an diese Erfolge anknüpfen
kann.” Der Spanier hatte zuletzt bei den Grands Prix in Ungarn und Tschechien triumphiert.
Es sei “sicher ein Vorteil”, wenn ein Fahrer “Erfolg hatte, gut drauf ist, dann kann er das direkt mitnehmen. Das ist immer cool, wenn man im Flow ist.”
Assen sei “eine schnelle, coole Strecke” mit “Highspeed-Richtungswechseln von links nach rechts”. Aufregend sei das Event aber auch wegen der vielen Menschen, die “dort immer anreisen, also richtige Motorradfreaks und Fans, die dort vor Ort sind und wirklich ein Motorradfest feiern an den Rennwochenenden in Assen”.