Ilia Simakin gewann im Halbfinale des Shanghai Masters gegen Luka Pavlovic mit 4:6, 6:4, 6:1. Der Russe geriet zunächst ins Hintertreffen, fand danach aber besser in die Partie und dominierte den Entscheidungssatz. Damit setzte sich Simakin in einem umkämpften Duell auf dem Hartplatz gegen den Franzosen durch.
Schwieriger Auftakt für Simakin
Luka Pavlovic erwischte den besseren Start und sicherte sich den ersten Satz mit 6:4. Simakin musste sein Spiel zunächst stabilisieren, während Pavlovic seine körperlichen Voraussetzungen und seinen druckvollen Aufschlag einsetzte. Der 1,96 Meter große Franzose suchte häufig den direkten Weg nach vorn und gewann 27 Winner. Simakin hielt dagegen, machte im gesamten Match aber auch 20 unerzwungene Fehler.
Der erste Satz zeigte, dass Simakin trotz seiner Rolle als gesetzter Spieler zunächst keinen freien Rhythmus fand. Pavlovic nutzte die längeren Ballwechsel und setzte den Russen mit seinem Grundlinienspiel unter Druck. Für Simakin war der Satzverlust jedoch kein Bruch, sondern der Ausgangspunkt für eine sichtbare Steigerung.
Simakin findet die passende Antwort
Im zweiten Satz übernahm Ilia Simakin zunehmend die Kontrolle und glich mit 6:4 aus. Sein Return-Spiel wurde wirkungsvoller, zugleich erhöhte er bei eigenem Aufschlag den Druck auf Pavlovic. Simakin gewann 75 Prozent seiner Aufschlagpunkte und brachte 71 Prozent seiner ersten Aufschläge ins Feld. Diese Stabilität verschaffte ihm die Grundlage, um die entscheidenden Spiele des Satzes zu bestimmen.
Pavlovic blieb gefährlich, konnte seine Chancen aber nicht konstant nutzen. Simakin verwertete 80 Prozent seiner Breakbälle und setzte damit einen klaren Akzent in den wichtigen Momenten. Der Ausgleich veränderte die Dynamik der Partie: Pavlovic musste mehr riskieren, während Simakin seine Schläge kontrollierter platzierte und die Ballwechsel häufiger bestimmte.
Klare Entscheidung im dritten Satz
Im dritten Satz ließ Simakin seinem Gegner kaum noch Raum und setzte sich mit 6:1 durch. Der Russe gewann 59 Prozent der Spiele und holte insgesamt 55 Prozent der Punkte. Pavlovic fand keinen Weg zurück in sein gewohntes Spiel, während Simakin mit seinem Aufschlag dominierte und die Initiative früh übernahm.
Auch die Match-Statistik unterstrich den Vorteil des Siegers. Simakin gewann 86 Prozent seiner Aufschlagspiele und holte 37 Prozent der Return-Punkte. Pavlovic kam dagegen nur auf 69 Prozent gewonnener Aufschlagspiele. Der Franzose schlug zwar neun Asse, konnte seinen Vorsprung bei den direkten Punkten aber nicht in einen Matcherfolg umsetzen.
Für Simakin passte der Erfolg zu seiner starken Saisonphase. Im Sommer 2026 hatte er 19 seiner 20 Matches gewonnen, darunter Titel in Zhangjiagang und zwei aufeinanderfolgende Erfolge in Phan Thiet. In Shanghai bewies er nun erneut, dass er auch nach einem Rückschlag innerhalb eines Matches reagieren konnte.
Luka Pavlovic verpasste trotz des gewonnenen Auftaktsatzes den Einzug ins Endspiel. Simakin drehte die Partie mit größerer Konstanz, einem besseren Return-Spiel und einer klaren Steigerung beim Übergang in den Entscheidungssatz. Für den Russen war der Sieg damit ein weiterer Schritt in einer bemerkenswerten Entwicklung, die ihn bis auf ATP-Rang 151 geführt hatte.