Yannick Hanfmann gewann das Qualifikations-Finale der Swiss Indoors Basel gegen Rinky Hijikata mit 6:4, 1:6, 6:3. Auf dem schnellen Hallenhardplatz der St. Jakobshalle sicherte sich der Deutsche damit einen Platz im 32er-Hauptfeld des ATP-500-Turniers. Das Match verlief wechselhaft, doch Hanfmann fand im Entscheidungssatz die entscheidenden Lösungen.
Hanfmann legte im ersten Satz vor
Hanfmann begann konzentriert und nutzte die Bedingungen in der Halle für sein druckvolles Aufschlagspiel. Der 1,93 Meter große Karlsruher brachte seine wichtigste Waffe regelmäßig zur Geltung und setzte Hijikata damit früh unter Druck. Der Australier hielt dagegen, konnte den ersten Satz aber nicht mehr drehen. Hanfmann gewann ihn mit 6:4.
Die Partie war für beide Spieler von besonderer Bedeutung, weil nur einer von ihnen den Sprung aus der Qualifikation in das Hauptfeld schaffen konnte. Hanfmann war in Basel an Position sechs der Qualifikation gesetzt und als Nummer 59 der Welt angetreten. Rinky Hijikata, der in der Weltrangliste auf Rang 86 stand, war dagegen ungesetzt in die Qualifikation gegangen.
Hijikata erzwang den Entscheidungssatz
Im zweiten Satz verschoben sich die Kräfteverhältnisse deutlich. Hijikata spielte mutiger im Return-Spiel und setzte Hanfmanns zweiten Aufschlag stärker unter Druck. Der Australier gewann den Satz mit 6:1 und brachte die Partie damit in den Entscheidungssatz.
Für Rinky Hijikata war der Einzug in das Qualifikations-Finale bereits mit einem bemerkenswerten Erfolg verbunden. Zuvor hatte er Miomir Kecmanovic in zwei Sätzen bezwungen. Hanfmann war seinerseits nach einem Sieg gegen Marcos Giron in die entscheidende Qualifikationsrunde eingezogen. Beide Spieler hatten damit bereits gezeigt, dass sie sich auf dem schnellen Hallenbelag behaupten konnten.
Hanfmann blieb im dritten Satz stabil
Im Entscheidungssatz fand Yannick Hanfmann zu seiner Linie zurück. Er dominierte wieder häufiger mit dem Aufschlag und wartete im Grundlinienspiel geduldig auf seine Möglichkeiten. Hijikata blieb gefährlich, konnte den Druck des Deutschen aber nicht über die gesamte Länge halten. Hanfmann gewann den dritten Satz mit 6:3 und entschied damit das Match für sich.
Die Match-Statistik unterstrich die Bedeutung des Aufschlags. Hanfmann schlug neun Asse und gewann 85 Prozent seiner Aufschlagspiele. Beim ersten Aufschlag holte er 68 Prozent der Punkte, während er bei eigenem Aufschlag insgesamt 64 Prozent der Punkte gewann. Zudem verwertete er die Hälfte seiner Breakbälle.
Hijikata überzeugte besonders beim ersten Aufschlag, bei dem er 80 Prozent der Punkte gewann. Hanfmann ließ sich davon jedoch nicht dauerhaft aus dem Rhythmus bringen. Der Deutsche beging keinen Doppelfehler und bewahrte auch in den entscheidenden Phasen die nötige Ruhe.
Einzug in das Hauptfeld
Mit dem Erfolg erreichte Hanfmann das Hauptfeld der Swiss Indoors Basel. Für den erfahrenen deutschen Profi war es der nächste wichtige Sieg in einer Saison, in der er bereits seinen ersten ATP-Doppeltitel mit Jan-Lennard Struff gewonnen und im Einzel das Finale von Santiago erreicht hatte.
Das Duell gegen Hijikata war erst das zweite Aufeinandertreffen der beiden Spieler und zugleich ihre erste Begegnung auf Indoor-Hartplatz. Hanfmann setzte sich dort letztlich mit seinem Aufschlag, seiner Stabilität in den entscheidenden Momenten und einer klaren Reaktion auf den verlorenen zweiten Satz durch.