Das Halbfinal-Hinspiel der Champions League zwischen Paris Saint-Germain und dem FC Bayern entwickelte sich zu einem torreichsten Schlagabtausch der Wettbewerbsgeschichte. Der Rekordmeister unterlag dem Titelverteidiger mit 4:5 (2:3) in einem wilden Offensivfestival, bei dem die Abwehr beider Teams immer wieder Lücken zeigte.
Bayern erzielte durch Harry Kane (17./Elfmeter), Michael Olise (41.), Dayot Upamecano (65.) und Luis Díaz (68.) vier Treffer, doch Paris bestrafte die zahlreichen Defensivfehler mit ebenso spektakulären Gegenstößen. Chwitscha Kwarazchelia (24./56.), Weltfußballer Ousmane Dembélé (45.+5/Elfmeter, 58.) und João Neves (33.) trafen für die Pariser.
Die fehlende Defensivstabilität war letztlich entscheidend: Alphonso Davies‘ Handspiel führte zu Dembélés Elfmetertor, während Kwarazchelia beim 2:4 viel zu viel Raum erhielt. Bayern-Trainer Vincent Kompany, von der Tribüne aus agierend, musste zusehen, wie seinem Team trotz Musiala in der Startelf nach neun Monaten Verletzungspause zwischenzeitlich die Halbzeit entglitt.
Doch die Münchner Mentalitätsmonster gaben nicht auf. Upamecano köpfte nach einer Freistoßflanke von Joshua Kimmich ein, und Díaz verwertete einen weiteren Traumspass von Kane mit einem technisch brillanten Tor. Die Bayern erhöhten den Druck, hatten aber Glück, als Senny Mayulu in der 87. Minute für Paris nur die Latte traf.