Alex de Minaur gewann in der dritten Runde des Shanghai Masters gegen Rei Sakamoto mit 7:6, 6:4. Der an Nummer neun gesetzte Australier rang den japanischen Qualifikanten in einem umkämpften Match nieder und zog in die Runde der letzten 16 ein. Für Sakamoto endete damit ein bemerkenswerter Lauf durch die Qualifikation und das Hauptfeld.
De Minaur behauptete sich im Tiebreak
Der erste Satz entwickelte sich auf dem Outdoor-Hartplatz zu einem engen Duell. Beide Spieler hielten ihr Niveau, sodass keine klare Distanz entstand. De Minaur musste sich gegen den druckvollen Auftritt von Rei Sakamoto behaupten, der nach seinem Erfolg gegen Andrey Rublev mit großem Selbstvertrauen auftrat.
Die Entscheidung fiel im Tiebreak. De Minaur bewahrte dort die bessere Übersicht und gewann den Durchgang mit 7:6. Sakamoto blieb bis zum letzten Ball in Reichweite, konnte den Satz aber nicht für sich entscheiden. Damit hatte der Australier die Grundlage für seinen Erfolg gelegt, ohne den Japaner im ersten Abschnitt deutlich abzuschütteln.
Australier übernimmt im zweiten Satz die Kontrolle
Im zweiten Satz spielte Alex de Minaur zielstrebiger und setzte Rei Sakamoto früher unter Druck. Der Australier bewegte sich sicher von der Grundlinie und fand zunehmend bessere Lösungen gegen die flachen Schläge seines Gegners. Sakamoto hielt zunächst dagegen, musste De Minaur im weiteren Verlauf aber die Oberhand überlassen.
Mit 6:4 ging der zweite Satz an De Minaur. Der Australier nutzte seine Erfahrung in den entscheidenden Phasen und brachte den Vorsprung anschließend ins Ziel. Sakamoto konnte den Rhythmus des ersten Satzes nicht vollständig zurückgewinnen, blieb aber bis zum Ende konkurrenzfähig.
Statistik unterstreicht De Minaurs Stabilität
Die Match-Werte spiegelten die Kontrolle des Siegers besonders bei eigenem Aufschlag wider. De Minaur gewann sämtliche Aufschlagspiele und holte 80 Prozent seiner Punkte beim Aufschlag. Beim ersten Aufschlag gewann er 92 Prozent der Punkte, wodurch Sakamoto nur selten in aussichtsreiche Return-Situationen kam.
Auch die Fehlerbilanz sprach für den Australier. De Minaur produzierte zwölf unerzwungene Fehler, während Sakamoto 40 verzeichnete. Der Japaner schlug zwar 13 Asse und erzielte 31 Winner, konnte daraus aber keinen entscheidenden Vorteil im Return-Spiel ableiten.
Erfolg mit besonderem Hintergrund
Das Match war die erste Begegnung zwischen Alex de Minaur und Rei Sakamoto auf der ATP Tour. Sakamoto hatte sich zuvor durch die Qualifikation gespielt und mit dem Sieg gegen Rublev für Aufsehen gesorgt. Der 20 Jahre alte Japaner bestätigte damit seine Entwicklung, musste sich dem gesetzten Topspieler diesmal jedoch geschlagen geben.
De Minaur war mit zusätzlicher Erholungszeit nach Shanghai gereist. Nach einem Freilos in der ersten Runde und dem kampflosen Weiterkommen gegen Molcan stand ihm mehr Regeneration zur Verfügung. Zudem hatte er im Vorjahr in Shanghai bereits das Viertelfinale erreicht. Der Erfolg gegen Sakamoto brachte ihn nun erneut in die nächste Turnierphase.