Droguet dominiert – Popyrin ohne Mittel
Es war eine klare Machtdemonstration des Franzosen: Titouan Droguet bezwang Alexei Popyrin in den Halbfinals der Cincinnati Open auf dem Outdoor-Hartplatz des Lindner Family Tennis Centers mit 7:6 (7:2) und 6:1 und steht damit im Finale des ATP-Masters-1000-Turniers. Aus Sicht Popyrins lautete der Satzverlauf 6:7 und 1:6 – eine bittere Niederlage für den Australier, der im Halbfinale schlicht keine Antwort auf Droguets Auftreten fand.
Der 25-jährige Droguet, der in seiner bislang stärksten Saison im Mai 2026 sein Karrierehoch von Weltranglistenposition 107 erreicht hatte, zeigte von Beginn an sein bestes Tennis. Mit sieben Assen und 21 Winnern baute er enormen Druck auf, während Popyrin mit 29 unerzwungenen Fehlern und lediglich 16 Winnern weit hinter seinen Möglichkeiten blieb.
Erster Satz: Tiebreak entscheidet
Der erste Satz verlief ausgeglichen, bis der Tiebreak die Verhältnisse schlagartig klärte. Droguet dominierte die Kurzentscheidung mit 7:2 – eine Dominanz, die an seinen Auftritt in Montreal erinnerte, wo er in der ersten Qualifying-Runde Luca Van Assche im dritten Satz mit einem 7:0-Tiebreak abfertigte. Auch an diesem Nachmittag in Cincinnati bewies Droguet, dass er in entscheidenden Momenten sein Niveau steigert.
Popyrin, der bei eigenem Aufschlag nur 54 Prozent seiner Aufschlagspiele gewann und bei dem zweiten Aufschlag lediglich 38 Prozent der Punkte holte, geriet zunehmend unter Druck. Droguet hingegen gewann 89 Prozent seiner Aufschlagspiele und erzielte bei dem ersten Aufschlag starke 84 Prozent der Punkte – Werte, die seinen Aufschlagvorteil klar widerspiegelten.
Zweiter Satz: Droguet dreht auf
Im zweiten Satz löste sich die Partie vollständig zugunsten des Franzosen. Droguet verwertete seine Breakbälle mit einer Quote von 57 Prozent, während Popyrin nur 43 Prozent der Breakbälle des Gegners abwehrte. Das Ergebnis: Droguet gewann den Satz mit 6:1 und ließ Popyrin kaum noch Breakbälle zu. Insgesamt holte Droguet 58 Prozent aller Punkte und gewann 63 Prozent aller Spiele – Zahlen, die seine Überlegenheit klar belegen.
Für Popyrin ist die Niederlage ein weiterer Rückschlag in einer schwierigen Saison. Der Australier, der 2024 mit dem Triumph bei den Canadian Open in Montreal den größten Erfolg seiner Karriere gefeiert und sich damit in die Top-20 vorgearbeitet hatte, ist inzwischen auf Weltranglistenplatz 139 zurückgefallen. Sein Saisonrekord 2026 vor Cincinnati lautete bereits 11:20 – die Halbfinalniederlage in Ohio setzte diesen Negativtrend fort.
Ausblick: Droguet greift nach dem Titel
Titouan Droguet steht dagegen vor dem größten Match seiner Karriere. Der Franzose, der in dieser Saison seinen Aufstieg in die Weltspitze konsequent vorantreibt, greift im Finale der Cincinnati Open nach seinem ersten Masters-1000-Titel. Sein Aufschlagspiel und die Stärke in Tiebreaks machen ihn zu einem gefährlichen Gegner für jeden Finalisten auf dem Outdoor-Hartplatz in Ohio.