Pedro Acosta hat das Podium beim Großen Preis von Deutschland zwar verpasst, sich nach zwei Nullnummern in der MotoGP aber zurückgemeldet. Der KTM-Werksfahrer, zuletzt in Brünn und Assen ausgeschieden, wurde auf dem Sachsenring nach einer starken Vorstellung Vierter. Es ist die bislang beste Platzierung für den Spanier bei einem MotoGP-Rennen auf dem Traditionskurs bei Hohenstein-Ernstthal.
Die Fans erlebten ein Wochenende der Rekorde: Marc Márquez sicherte sich seinen zehnten MotoGP-Sieg auf dem Sachsenring und stellte die Bestmarke von Giacomo Agostini ein, der als bislang einziger Pilot der Geschichte zuvor zehnmal auf einer einzigen Königsklassenstrecke triumphiert hatte – in Imatra/Finnland. Márquez, der auf dem Kurs klassenübergreifend nur einmal geschlagen wurde (2024), kontrollierte das 30-Runden-Rennen von Anfang an.
Härtester Herausforderer war zunächst sein Bruder Àlex, der jedoch in Runde zehn stürzte und aufgeben musste. Ai Ogura und Raul Fernandez (beide Aprilia) komplettierten das Podest, konnten dem Dauersieger jedoch zu keinem Zeitpunkt gefährlich werden.
Am Samstag hatte Marc Márquez die Pole Position mit Rundenrekord (1:19,041 Minuten) erobert und seinen 19. Sprintsieg gefeiert – mehr hat kein anderer Fahrer. Im WM-Klassement bedeutet der Doppelsieg Rang drei mit 190 Punkten, hinter Jorge Martín (Aprilia/208) und Ogura (194). Marco Bezzecchi (Aprilia/186), der sich am Samstag im Qualifying das linke Schlüsselbein gebrochen hatte, konnte am Sonntag nicht antreten und wurde operiert.
Insgesamt 261.813 Zuschauer besuchten das Rennwochenende – der fünfte Besucherrekord in Folge. 2027 wird am Sachsenring der 100. Geburtstag gefeiert – dann soll der Rekord erneut fallen.