Cincinnati, August 2026 – Nicolás Mejía ließ sich von einem zwischenzeitlichen Rückschlag nicht beirren und besiegte Jacob Fearnley mit 6:3, 3:6, 6:2. Der Kolumbianer zeigte vor allem im ersten und dritten Satz starkes Tennis und zog verdient ins Halbfinale des ATP-Masters-1000-Turniers ein.
Mejía dominiert Auftakt und Finale
Der erste Satz gehörte klar Mejía. Der Kolumbianer, der aktuell die Nummer 1 seines Landes ist, kontrollierte das Geschehen von der Grundlinie und verwertete seine Breakchancen konsequent. Fearnley fand in dieser Phase kaum Mittel, um für Gefahr zu sorgen. Der Satz ging mit 6:3 an Mejía – eine überzeugende Eröffnung des bis dahin noch nie zuvor ausgetragenen Duells zwischen den beiden Profis.
Mejía war mit viel Schwung nach Cincinnati gereist: Im Juli 2026 hatte er den Bogotá Challenger gewonnen und anschließend beim National Bank Open in Montreal erneut triumphiert. Diese Formkurve war im ersten Satz deutlich zu spüren.
Fearnley kämpft sich zurück – und scheitert im Entscheidungssatz
Im zweiten Satz zeigte der Brite eine andere Reaktion. Fearnley, der in Edinburgh aufgewachsen ist und seine akademische Karriere an der Texas Christian University in den USA begann, bevor er den Sprung in den Profitennis wagte, wehrte nun Breakbälle ab und erarbeitete sich seinerseits Chancen im Return-Spiel. Fearnley verwertete seine Möglichkeiten diesmal und holte den zweiten Satz mit 6:3 zurück. Das Match war wieder offen.
Doch der entscheidende dritte Satz gehörte erneut Mejía. Der Kolumbianer fand schnell zur Überlegenheit des ersten Satzes zurück, ließ Fearnley kaum noch Breakbälle zu und gab das Tempo am Hardcourt unter der Sommerhitze von Cincinnati nicht mehr ab. Mit 6:2 beendete Mejía den Satz und damit das Match.
Einordnung und Ausblick
Für Fearnley, der seine bisherige Karriere-Bestmarke mit Platz 49 der Weltrangliste im Juni 2025 aufstellte, war es eine weitere Niederlage auf dem Weg in die Weltspitze. Bereits beim Cincinnati-Qualifying 2025 war der Brite in der ersten Runde gescheitert; nun trifft er zumindest auf Halbfinalniveau auf einen Gegner in Hochform.
Mejía hingegen spiegelt mit seinem Auftritt wider, was eine Serie von Turniersiegen und konstant starkem Tennis leisten kann: Der Kolumbianer ist angekommen in der Spitzengruppe des Feldes und trifft nun im Halbfinale der Cincinnati Open 2026 auf seinen nächsten Herausforderer – kurz vor den US Open eine vielversprechende Ausgangslage.