Das Drehbuch kennt Pascal Wehrlein bereits. Schon 2024 reiste der Deutsche zum Saisonfinale nach London, lag in der Gesamtwertung zurück und krönte sich trotzdem zum Formel-E-Weltmeister.
Zwei Jahre später bietet sich ihm die nächste Chance auf den Titel – diesmal sogar mit einem Polster. Durch den Sieg im ersten Finalrennen des Wochenendes setzte sich der Porsche-Pilot an die Spitze der Fahrerwertung und ließ den Briten Jake Dennis (Andretti) mit einem Rückstand von fünf Punkten hinter sich.
Der Showdown steigt am Sonntag um 16.05 Uhr MESZ auf DF1. „Ich konnte den Sieg nach Hause bringen, das war sehr wichtig”, sagte Wehrlein, der die Erleichterung nach dem Zieleinlauf kaum verbergen konnte: „Riesendank an das Team. Genau so muss es gehen.”
Bereits die Qualifikation war für Wehrlein ein erster Erfolg: Die Pole Position erbrachte drei Bonuspunkte, die seinen Rückstand auf den damaligen Spitzenreiter Dennis auf zwei Zähler schrumpfen ließen und ihn mit Mitch Evans gleichzogen. Im Rennen erledigte er den Rest – Dennis folgte auf Platz zwei, Antonio Felix da Costa aus Portugal auf Platz drei.
Evans, der mit Jaguar als gleichwertiger Titelanwärter nach London gekommen war, fuhr nur auf Rang acht und fiel mit 148 Punkten klar zurück. Insgesamt können am Sonntag noch maximal 29 Zähler vergeben werden, sodass neben Dennis auch Evans theoretisch noch Weltmeister werden könnte.
Wehrlein denkt aber bereits an die Titelverteidigung: „Wir versuchen, das morgen zu wiederholen.”