Roman Safiullin gewann im Halbfinale des Shanghai Masters gegen Alexis Galarneau mit 6:3, 6:0. Der Russe dominierte die Partie von Beginn an und ließ seinem kanadischen Gegner im zweiten Satz kein Spiel. Damit zog Safiullin ohne Satzverlust in die nächste Runde des ATP-Masters-1000-Turniers auf Hartplatz ein.
Safiullin setzte sich früh ab
Im ersten Satz entwickelte sich zunächst ein Duell, in dem Safiullin die klareren Akzente setzte. Der rechtshändig spielende Russe übernahm mit seinem Grundlinienspiel die Kontrolle und zwang Galarneau zu langen Ballwechseln unter Druck. Der Kanadier fand nur selten eine Antwort auf Safiullins Temposteigerungen und konnte seine Chancen im Return-Spiel nicht konstant nutzen.
Die Zahlen aus diesem Abschnitt unterstrichen Safiullins Überlegenheit. Beim ersten Aufschlag gewann er 76 Prozent der Punkte und hielt Galarneau damit meist auf Abstand. Insgesamt gewann Safiullin 80 Prozent der Spiele, während sein Gegner nur selten dauerhaft in die Ballwechsel fand.
Galarneau verlor im zweiten Satz den Anschluss
Nach dem Satzgewinn blieb Safiullin konsequent. Galarneau konnte den Druck nicht mehr abschütteln und verlor im zweiten Satz jedes Spiel. Safiullin spielte präzise von der Grundlinie, variierte die Länge seiner Schläge und griff die Aufschläge des Kanadiers früh an. Der Satz verlief dadurch deutlich einseitiger als der erste.
Besonders auffällig war Safiullins Stärke bei den Return-Punkten. Er gewann 61 Prozent dieser Punkte und setzte Alexis Galarneau dadurch wiederholt sofort unter Druck. Galarneau hatte bei eigenem Aufschlag nur wenig Gelegenheit, in einen kontrollierten Rhythmus zu kommen. Safiullin erspielte sich seine Vorteile mit einer Mischung aus sicherem Grundlinienspiel und konsequentem Nachsetzen.
Deutliche Zahlen zugunsten des Russen
Auch die Match-Statistik spiegelte die Kräfteverhältnisse wider. Safiullin gewann 64 Prozent der Punkte und schlug zehn Winner. Alexis Galarneau kam dagegen auf sechs Winner und leistete sich 18 unerzwungene Fehler. Safiullin blieb mit zwölf unerzwungenen Fehlern stabiler und hielt die Zahl der einfachen Fehler damit niedriger.
Beim Aufschlag gewann Safiullin 88 Prozent seiner Aufschlagspiele. Galarneau brachte 73 Prozent seiner ersten Aufschläge ins Feld, konnte daraus aber zu wenig Kapital schlagen. Beim zweiten Aufschlag gewann Safiullin 50 Prozent der Punkte, während Galarneau dort deutlich weniger Druck auf seinen Gegner ausübte. Drei Doppelfehler des Russen änderten nichts an seiner klaren Kontrolle über das Match.
Erfolg im direkten Vergleich
Für Safiullin war es der zweite belegte Sieg gegen Galarneau. Das zuvor dokumentierte Duell hatte der Russe im März 2022 beim Saint-Brieuc Challenger auf Indoor-Hartplatz in zwei Tiebreaks gewonnen. Auch diesmal bestimmte Safiullin das Geschehen, nun jedoch ohne einen engen Entscheidungsmoment.
Safiullin war in Shanghai als Nummer zwei der Qualifikationssetzung angetreten und bestätigte diese Ausgangslage mit einer konzentrierten Leistung. Alexis Galarneau, der 2021 zum Vollzeitprofi geworden war und zuvor College-Tennis an der North Carolina State University gespielt hatte, fand gegen das Tempo und die Präzision des Russen kein Mittel. Nach dem klaren Sieg wartete auf Safiullin die nächste Aufgabe im weiteren Verlauf des Shanghai Masters.