Aleksandar Vukic hat beim ATP-Masters-1000-Turnier Canadian Open 2026 in Montreal den Titel gewonnen. Der australische Rechtshänder setzte sich im Finale gegen den Chilenen Marcelo Tomás Barrios Vera mit 7:6 (7:4) und 6:2 durch und lieferte dabei eine überzeugende Machtdemonstration auf dem Hartplatz.
Knappes erstes Set, klare Vorentscheidung im Tiebreak
Der erste Satz entwickelte sich zu einem intensiven Duell auf Augenhöhe. Beide Spieler verteidigten ihren Aufschlag über weite Strecken zuverlässig, Vukic mit einer Aufschlagquote von 80 Prozent gewonnener Aufschlagspiele, Barrios Vera mit 60 Prozent. Erst der Tiebreak brachte die Entscheidung – und dort dominierte Vukic mit dem Aufschlag. Der Australier schlug im gesamten Match zehn Asse und blieb ohne Doppelfehler, was seinen Aufschlag zu einer konstanten Waffe machte. Im Tiebreak verwertete er seine Chancen konsequent und gewann ihn mit 7:4, während Barrios Vera seine Möglichkeiten nicht nutzen konnte.
Ein zentrales Element von Vukics Überlegenheit war die Erstaufschlag-Effizienz: 81 Prozent der Punkte nach dem ersten Aufschlag gingen auf sein Konto – ein Wert, der widerspiegelt, wie druckvoll er von Beginn an agierte. Barrios Vera hingegen erzielte nur 62 Prozent nach dem ersten Aufschlag und konnte im Return-Spiel kaum Akzente setzen: Lediglich 19 Prozent der Punkte nach Vukics Erstaufschlag konnte er für sich beanspruchen.
Vukic dreht im zweiten Satz auf – Barrios Vera ohne Gegenmittel
Im zweiten Satz löste sich Vukic endgültig. Der Australier verwertete seine Breakchancen effizienter und erhöhte den Druck auf das Return-Spiel des Chilenen spürbar. Barrios Vera, der im gesamten Match keine Winner verzeichnen konnte und bei einer Return-Gewinnquote von nur 32 Prozent blieb, fand kein Mittel gegen den nun befreiter aufspielenden Gegner. Vukic zog auf 6:2 davon und sicherte sich damit den zweiten Satz und den Turniertitel.
Der Sieg passt nahtlos in eine bemerkenswerte Formkurve: Kurz vor Montreal hatte Vukic bereits den ATP-Challenger-Titel in Granby gewonnen und damit seine Siegesserie auf mindestens acht Matches ausgedehnt. Für den gebürtigen Sydneyer, dessen Karriere-Höchstrangierung bei Weltranglistenplatz 48 liegt, ist der Triumph in Montreal der vorläufige Höhepunkt dieser starken Phase.
Barrios Vera unterliegt trotz solider Aufschlagstatistik
Marcelo Tomás Barrios Vera, der für Chile im Davis Cup antritt und zu den besten Einzel-Profis seines Landes zählt, zeigte sich zwar im Aufschlagspiel mit 71 Prozent abgewehrter Breakbälle nicht ohne Widerstand. Doch im entscheidenden Moment des ersten Satzes und vollends im zweiten Durchgang fehlte ihm die Durchschlagskraft. Der Chilene, trainiert von Guillermo Gómez, konnte nur 33 Prozent seiner Breakchancen verwerten – zu wenig gegen einen Gegner, der das Match über weite Strecken kontrollierte. Bereits vor diesem Finale hatte Vukic die Kopf-an-Kopf-Bilanz mit 3:0 Siegen deutlich für sich gestaltet, und auch das vierte Aufeinandertreffen entschied der Australier für sich.