Auf dem Outdoor-Hartplatz in Cincinnati ließ Aleksandr Shevchenko beim Auftakt der Qualifikation zu den Cincinnati Open 2026 keine Zweifel aufkommen. Der kasachische Profi bezwang den Spanier Pablo Llamas Ruiz mit 6:3 und 6:4 und zeigte dabei eine Leistung, die seine Klasse deutlich widerspiegelte. Für Shevchenko, dessen Karrierehoch bei ATP-Rang 45 liegt, war es ein überzeugender Start in das wichtigste nordamerikanische Vorbereitungsturnier vor den US Open.
Shevchenko dominiert bei eigenem Aufschlag
Der Grundstein für den Erfolg legte Shevchenko mit einem beinahe fehlerfreien Aufschlagspiel. Er gewann alle seine Aufschlagspiele und wehrte jeden Breakball des Gegners ab – seine Quote abgewehrter Breakbälle betrug damit 100 Prozent. Dazu kamen zehn Asse, die Llamas Ruiz' Returnspiel immer wieder vor unlösbare Aufgaben stellten. Bei seinem ersten Aufschlag gewann Shevchenko 83 Prozent der Punkte, was seinen Aufschlag zur tragenden Säule des Matches machte.
Pablo Llamas Ruiz, der junge Spanier aus Jerez de la Frontera mit einem Karrierehoch von ATP-Rang 122, war dem Druck des erfahreneren Gegners nicht gewachsen. Zwar hielt er mit 78 Prozent gewonnenen Aufschlagspielen bei eigenem Aufschlag zunächst dagegen, doch im entscheidenden Moment fehlte ihm die Durchschlagskraft. Keine einzige seiner Breakchancen konnte er verwerten – seine Quote verwerteter Breakbälle blieb bei null.
Erster Satz geht klar an Shevchenko
Im ersten Satz nahm Shevchenko früh das Heft in die Hand. Er verwertete seine Breakchancen konsequent und gab dem Spanier kaum Gelegenheit, im Returnspiel für Gefahr zu sorgen. Der erste Satz ging mit 6:3 an den Kasachen – ein Ergebnis, das den Kräfteverhältnissen auf dem Platz entsprach.
Llamas Ruiz versuchte im zweiten Satz, die Partie offener zu gestalten. Mit 19 Winnern zeigte er durchaus offensive Qualitäten und bewies, warum er als eines der spanischen Nachwuchstalente gilt. Doch 24 unerzwungene Fehler wogen schwer und verhinderten eine ernsthafte Wende. Shevchenko seinerseits kontrollierte das Geschehen von der Grundlinie und ließ sich auch im zweiten Satz nicht mehr beirren. Das 6:4 besiegelte den ungefährdeten Gesamtsieg.
Klare Überlegenheit in den Zahlen
Die Statistik unterstrich Shevchenkos Machtdemonstration eindrucksvoll. Er gewann 55 Prozent aller Punkte, schlug 27 Winner und gewann insgesamt 63 Prozent aller Spiele. Im Vergleich dazu blieb Llamas Ruiz bei 45 Prozent gewonnener Punkte und kam im Returnspiel auf lediglich 27 Prozent gewonnene Punkte – zu wenig, um einen Spieler wie Shevchenko ernsthaft unter Druck zu setzen. Mit diesem Erfolg zog der Kasache in die nächste Qualifikationsrunde ein und hält seine Chancen auf einen Platz im Hauptfeld der Cincinnati Open am Leben.