Es war eine klare Angelegenheit auf dem Outdoor-Hartplatz von Court 12 im USTA Billie Jean King National Tennis Center in Flushing Meadows: Hugo Gaston, an Nummer 3 der Qualifikations-Setzliste, setzte sich in der zweiten Qualifikationsrunde der US Open 2026 mit 6:1 und 6:3 gegen den Wildcard-Teilnehmer Andre Ilagan durch. Der Franzose spiegelte mit dieser Machtdemonstration seine Rolle als einer der Topfavoriten im Qualifying wider und steht nun vor der entscheidenden dritten Runde, nach der 16 Spieler einen Platz im Hauptfeld des letzten Grand Slams der Saison erhalten.
Gaston dominiert mit Aufschlag und Return
Der Linkshänder aus Toulouse dominierte das Match von der ersten Minute an. Bei eigenem Aufschlag gewann Gaston 88 Prozent seiner Aufschlagspiele und erzielte bei dem ersten Aufschlag starke 84 Prozent der Punkte, beim zweiten immerhin 68 Prozent. Dazu kam eine beeindruckende Präzision: Nur ein Doppelfehler unterlief ihm im gesamten Match, während er lediglich neun unerzwungene Fehler produzierte. Im Return-Spiel war Gaston mindestens ebenso stark – er gewann 63 Prozent seiner Return-Spiele und sicherte sich so schon früh die Kontrolle über das Geschehen von der Grundlinie.
Ilagan, der als Sohn philippinischer Einwanderer in Honolulu aufwuchs und als erster Herren-Tennisspieler der University of Hawaiʻi überhaupt bei einem Grand-Slam-Turnier im USTA Billie Jean King National Tennis Center antrat, kämpfte, fand jedoch kein Mittel gegen Gastons Spielfluss. Er leistete sich 31 unerzwungene Fehler und fünf Doppelfehler, gewann insgesamt nur 38 Prozent aller Punkte und ließ Gaston im Return deutlich zu häufig für Gefahr sorgen.
Erster Satz geht klar an Gaston
Der erste Satz war eine nahezu einseitige Angelegenheit. Gaston verwertete seine Breakchancen konsequent, während Ilagan kaum eigene Breakbälle erspielte. Das Ergebnis von 6:1 spiegelte die Überlegenheit des Franzosen in dieser Phase des Matches wider. Ilagan, der dank zweier aufeinanderfolgender Challenger-Finals in Lexington und Brownsburg auf ATP-Weltranglisten-Platz 210 geklettert war und mit einer Wildcard in die Qualifikation gestartet war, fand keinen Rhythmus gegen den variantenreichen Linkshänder.
Ilagan kämpft, Gaston bleibt souverän
Im zweiten Satz zeigte Ilagan etwas mehr Gegenwehr und hielt das Niveau phasenweise besser. Er gewann drei Spiele, konnte Gaston aber nicht ernsthaft unter Druck setzen. Der Franzose wehrte die Breakbälle Ilagans mit einer Quote von 50 Prozent abgewehrter Breakbälle ab und gab die Kontrolle zu keinem Zeitpunkt aus der Hand. Mit dem 6:3 im zweiten Satz machte Gaston den Einzug in die dritte Qualifikationsrunde perfekt – einen Schritt, der ihm und Ilagan noch bevorstand, nun aber allein dem Franzosen gehört. Für Ilagan endet dagegen ein historischer Auftritt: Als erster Mann von der Universität Hawaiʻi überhaupt auf dieser Bühne hinterließ er trotz der Niederlage einen bleibenden Eindruck.