Blanch setzt sich im dramatischen Drei-Satz-Duell durch
Auf dem Hartplatz des USTA Billie Jean King National Tennis Center in Flushing setzte sich Darwin Blanch im Halbfinale des US-Open-Qualifying-Wildcard-Playoffs 2026 gegen Keaton Hance durch. Das Endergebnis lautete 6:3, 1:6, 10:7 – ein Match, das lange Zeit offen blieb und erst im Match-Tiebreak seine Entscheidung fand.
Das Playoff selbst war eine Neuerung: In einem eintägigen Format kämpften vier junge amerikanische Talente um einen Wildcard-Platz im Qualifying-Turnier. Blanch und Hance, beide erst 18 beziehungsweise 17 Jahre alt, standen dabei im Halbfinale einander gegenüber – ein amerikanisches Duell zweier aufstrebender Spieler, die unterschiedlicher kaum sein könnten.
Erster Satz geht klar an Blanch
Im ersten Satz dominierte Darwin Blanch das Geschehen von der Grundlinie aus. Der Linkshänder aus Boca Raton, der unter der Leitung von Juan Ignacio Chela trainiert, ließ Hance kaum ins Spiel finden. Blanch verwertete seine Breakchancen konsequent und gab lediglich drei Spiele ab. Die Fehlerquote des 18-Jährigen blieb dabei gering: Nur zwei unerzwungene Fehler und zwei Doppelfehler standen auf seiner Seite zu Buche.
Hance, der für die University of Texas spielt und von seinem Vater Ken Hance betreut wird, fand im ersten Durchgang keine Antwort auf die präzisen Grundlinienbälle seines Gegners. Der gebürtige Kalifornier wirkte in dieser Phase gehemmt und konnte sein Return-Spiel kaum entfalten.
Hance schlägt zurück – Tiebreak entscheidet
Der zweite Satz gehörte dann klar Keaton Hance. Mit einem deutlichen 6:1 glich der Finalist der Australian Open Junioren 2026 aus und bewies, zu welch starkem Tennis er fähig ist. Hance dominierte mit seinem Aufschlag und wehrte Breakbälle entschlossen ab – seine Quote abgewehrter Breakbälle lag im Gesamtmatch bei 75 Prozent. Dazu erzielte er bei seinem ersten Aufschlag 75 Prozent der Punkte und gewann 88 Prozent seiner Aufschlagspiele.
Der Match-Tiebreak bis zehn Punkte entwickelte sich zur Zitterpartie. Beide Spieler kämpften Punkt für Punkt, doch am Ende behielt Darwin Blanch die Nerven. Mit 10:7 sicherte er sich den entscheidenden dritten Satz und damit den Einzug in das Finale des Playoffs. Insgesamt gewann Blanch 51 Prozent der Punkte – eine hauchdünne Bilanz, die den knappen Charakter des Matches widerspiegelt.
Zwei Talente mit Perspektive
Blanch hatte sich bereits als Kalamazoo-18s-Champion 2025 einen Namen gemacht und war zudem mit einer Wildcard für das US-Open-Hauptfeld 2026 ausgestattet worden. Der Sieg über Hance unterstrich einmal mehr sein Potenzial. Hance hingegen, der 2025 an der Seite von Jack Kennedy den Juniorenjungen-Doppeltitel bei den US Open gewonnen hatte, schied trotz einer starken Leistung im zweiten Satz aus. Für beide Spieler bleibt das Qualifying-Wildcard-Playoff ein weiterer Baustein auf dem Weg in Richtung Weltspitze.