Aleksandar Vukic ließ Darwin Blanch beim ATP Masters 1000 in Cincinnati keine Chance auf eine Überraschung. Der Australier gewann das Qualifying-Halbfinale mit 6:3, 7:6 und buchte damit sein Ticket für das Qualifying-Finale des bedeutendsten nordamerikanischen Hartplatzturniers vor den US Open.
Klare Ansage im ersten Satz
Von Beginn an bestimmte Vukic das Geschehen auf dem Champions' Court. Als an Nummer 12 gesetzter Qualifikant agierte er mit der nötigen Ruhe und Struktur, um Blanch früh unter Druck zu setzen. Der erste Satz ging klar mit 6:3 an den Australier – eine Machtdemonstration, die zeigte, dass Vukic den Hartplatz-Bedingungen im schwülen Cincinnati-Sommer bestens gewachsen war. Blanch, der als Wildcard-Empfänger ins Qualifying gegangen war, fand in diesem Durchgang kein Mittel gegen den kontrollierten Grundlinientennis seines Gegners.
Blanch kämpft zurück – Vukic behält die Nerven
Im zweiten Satz zeigte der 18-jährige Amerikaner aus Boca Raton, Florida, seine kämpferische Seite. Blanch, der linkshändig spielt und mit 1,93 Meter körperlich präsent ist, steigerte sein Niveau spürbar und zwang Vukic in einen engen zweiten Durchgang. Erst ein Tiebreak musste die Entscheidung bringen – und darin bewies Vukic Nervenstärke. Er gewann den Tiebreak mit 7:4 und sicherte sich damit den zweiten Satz 7:6. Es war das erste Aufeinandertreffen beider Spieler auf der ATP-Tour überhaupt, und Vukic ließ dabei keinen Zweifel aufkommen, wer das bessere Tennis spielte.
Vukic mit beeindruckender Karriere-Entwicklung
Für Vukic, der einst Finanzwesen an der University of Illinois studierte und dort dreifacher All-American wurde, bevor er den Schritt in den Profitennis wagte, ist der Einzug ins Qualifying-Finale ein weiterer Schritt auf dem Weg in die Weltspitze. Der Sohn serbisch-montenegrinischer Einwanderer, die in den 1990er-Jahren nach Australien emigrierten, hat seinen Aufstieg in die Weltspitze mit Beharrlichkeit vorangetrieben.
Blanch hingegen, der in dieser Saison bereits bei den Miami Open eine Wildcard genutzt und dort die zweite Runde erreicht hatte, scheiterte diesmal im Halbfinale des Qualifyings. Der Youngster, der unter den Coaches Juan Ignacio Chela und Mariano Monachesi trainiert, bewies dennoch, dass er auf Hartplatz für Gefahr sorgen kann – auch wenn es gegen Vukic am Ende nicht für den Einzug ins Finale reichte.