Klare Machtdemonstration in den ersten zwei Sätzen
Im Arthur Ashe Stadium, dem größten Tennisstadion der Welt, lieferte Alexander Zverev in seinem vierten Nachtmatch des Turniers eine eindrucksvolle Vorstellung. Der als Nummer 1 gesetzte Deutsche bezwang den italienischen Qualifikanten Luciano Darderi, an Nummer 21 gesetzt, mit 6:2, 6:2, 7:6 und zog souverän ins Viertelfinale ein.
Die ersten beiden Sätze gerieten zur Machtdemonstration. Zverev dominierte mit seinem Aufschlag und kraftvollem Grundlinienspiel – bei eigenem Aufschlag gab er keinen einzigen Punkt durch ein Break ab. Er gewann 86 Prozent der Punkte bei dem ersten Aufschlag und 57 Prozent bei dem zweiten, während Darderi sich im gesamten Match lediglich einen einzigen Breakball erspielte und diesen nicht verwerten konnte. Zverev wehrte jeden Breakball des Italieners ab und hielt damit seine Aufschlagspiele über drei Sätze makellos durch.
Im zweiten Satz beschleunigte Zverev weiter: Ein misslungener Stoppball Darderis schenkte dem Deutschen das zweite Break und eine 4:0-Führung. Der Satz war damit früh entschieden. Zverev schlug zudem 13 Asse und verbuchte 43 Winner – Darderi kam auf 30 Winner, leistete sich aber 28 unerzwungene Fehler und sieben Doppelfehler.
Darderi kämpft – doch Zverev setzt sich im Tiebreak durch
Im dritten Satz zeigte Luciano Darderi mehr Widerstand. Der 24-Jährige, der für Italien aufschlägt und in Villa Gesell, Argentinien, geboren wurde, fand mit starkem Erstaufschlag und gezielten Stoppbällen in einen besseren Rhythmus und zwang Zverev in den Tiebreak. Doch auch dort behielt der Deutsche die Oberhand und gewann den Tiebreak souverän mit 7:3.
Darderi hatte in diesem Turnier bereits für Aufsehen gesorgt und war erstmals im Achtelfinale eines Grand Slams gestanden – ein weiterer Schritt in seinem Aufstieg in die Weltspitze. Beim ATP-Masters in Rom 2026 hatte er Zverev noch besiegt, nachdem er vier Matchbälle abgewehrt hatte. Diesmal aber fand er kein Mittel gegen den konzentrierten und effizienten Zverev.
Historischer Meilenstein für Zverev
Mit dem Einzug ins Viertelfinale der US Open schrieb Zverev Karrieregeschichte: Als erster Spieler der Saison 2026 steht er bei allen vier Grand Slams im Viertelfinale. Nach seinem ersten Grand-Slam-Titel 2026 bei Roland Garros und dem Finaleinzug in Wimbledon untermauert der Hamburger damit seine Ausnahmestellung in der aktuellen Tenniswelt. Es ist bereits sein fünftes Viertelfinale bei den US Open – nach 2020, 2021, 2023 und 2024.
Die Zahlen sprachen eine deutliche Sprache: Zverev gewann 58 Prozent aller Punkte und gewann sämtliche Aufschlagspiele. Darderi gewann bei dem zweiten Aufschlag lediglich 36 Prozent der Punkte und erzielte keine einzige Breakchance, die er hätte verwerten können. Zverev zog nach einem Match voller Kontrolle und Effizienz verdient in die Runde der letzten acht ein.