Unter chaotischen Bedingungen hat KTM-Pilot Brad Binder im MotoGP-Sprint von Jerez nur knapp das Podium verpasst. Der Südafrikaner wurde beim Großen Preis von Spanien Vierter, nachdem er im Regen gestürzt war. Auch Teamkollege Pedro Acosta (Spanien) kam zu Fall, musste sich mit Rang zwölf begnügen und konnte keine weiteren WM-Punkte sammeln. Ducati feierte einen Dreifachsieg.
Der Rennverlauf auf dem Circuito de Jerez Ángel Nieto war dramatisch. Weltmeister Marc Márquez dominierte zunächst von der Pole Position, musste aber sechs Runden vor dem Ende seinen jüngeren Bruder Álex passieren lassen. Als Starkregen einsetzte, stürzte der Spanier – und fuhr dann über eine Grünfläche direkt in die Box. Der Ducati-Werkspilot wechselte auf seine zweite Maschine mit Regenreifen und holte sich den Sprintsieg vor den Italienern Francesco Bagnaia und Franco Morbidelli. “Ich bin in der besten Kurve gestürzt. Heute hatte ich Extra-Glück”, so Márquez. Die Rennleitung bewertete das ungewöhnliche Manöver als regelkonform.
Deutlich schlechter lief es für WM-Spitzenreiter Marco Bezzecchi: Der Aprilia-Fahrer startete schwach, stürzte und musste aufgeben. Der Italiener hatte zuletzt saisonübergreifend fünf Grand-Prix-Siege in Serie gefeiert.
Im Hauptrennen am Sonntag (14.00 Uhr/DF1 und Sky) kann Márquez seinen klassenübergeifend 100. Grand-Prix-Sieg holen. Es wäre gleichzeitig der 100. Erfolg für das Ducati-Werksteam.