Nicolás Mejía gewann im Qualifikations-Halbfinale des Shanghai Masters gegen Tseng Chun-hsin mit 6:4. Der Taiwaner, auch als Jason Tseng bekannt, gab die Partie anschließend auf. Damit blieb Mejía im Rennen um einen Platz im Hauptfeld des ATP Masters 1000 auf Hartplatz. Das Ergebnis stand nach dem einzigen ausgespielten Satz fest; ein vollständiger Matchverlauf kam wegen der Aufgabe nicht zustande.
Mejía nutzte seine Chance im ersten Satz
Mejía trat in Shanghai als Qualifikant mit der Setzung 14 an. Im ersten Satz setzte sich der Kolumbianer mit 6:4 durch. Weitere Satzstände gab es in dieser Begegnung nicht. Der Ablauf war deshalb klar begrenzt: Mejía holte den einzigen ausgespielten Satz, danach endete das Match vorzeitig.
Die Match-Statistik unterstrich den engen, aber leichten Vorteil des Siegers. Nicolás Mejía gewann 53 Prozent der Punkte und entschied 60 Prozent der Spiele für sich. Bei eigenem Aufschlag gewann er 80 Prozent seiner Aufschlagspiele. Tseng Chun-hsin hielt dagegen, konnte die Partie nach dem Satzgewinn seines Gegners jedoch nicht fortsetzen.
Aufschlag und Return gaben den Ausschlag
Mejía brachte 63 Prozent seiner ersten Aufschläge ins Feld und gewann 68 Prozent der Punkte beim ersten Aufschlag. Besonders wirkungsvoll war sein zweiter Aufschlag: Dort entschied er 64 Prozent der Punkte für sich. Tseng erzielte zwar acht Asse, doch seine drei Doppelfehler belasteten den Aufschlag zusätzlich.
Im Return-Spiel zeigte sich ebenfalls ein Unterschied. Mejía gewann 45 Prozent der Return-Punkte und war beim zweiten Aufschlag des Gegners besonders erfolgreich, mit 75 Prozent gewonnenen Punkten. Tseng kam insgesamt auf 33 Prozent Return-Punkte. Mejía erspielte sich damit die bessere Grundlage für den Satzgewinn.
Auch die Fehlerbilanz sprach für den Kolumbianer. Nicolás Mejía beging 13 unerzwungene Fehler, während Tseng Chun-hsin 20 verzeichnete. Mejía schlug zudem elf Winner. Tseng kam auf 16 Winner, konnte diesen Vorteil aber nicht in einen Satzgewinn umsetzen.
Wichtiger Erfolg für den kolumbianischen Qualifikanten
Für Mejía war der Erfolg Teil einer starken Saison. Der Spieler aus Bogotá war aktuell die Nummer 1 Kolumbiens im ATP-Ranking und hatte im August 2026 mit Rang 115 seine beste Karriereplatzierung erreicht. In diesem Jahr gewann er bereits das ATP-Challenger-Turnier in San Luis Potosí und erreichte erstmals das Hauptfeld von Wimbledon sowie dort die zweite Runde.
Das Duell gegen Tseng war nach dem Vorbericht das erste Aufeinandertreffen der beiden Spieler. Der Taiwaner aus Taipeh stand zum Zeitpunkt des Matches ungefähr auf Rang 221 der ATP-Rangliste und war die Nummer 2 seines Landes. Als früherer ITF-Junior-Weltranglistenerster und Sieger der French Open Boys' Singles von 2018 brachte er einen namhaften Hintergrund mit.
Nach Tsengs Aufgabe konzentrierte sich die Bedeutung des Ergebnisses auf Mejías weiteren Weg durch die Qualifikation. Der Kolumbianer hatte den entscheidenden Satz bereits gewonnen und wahrte damit seine Chance auf das Hauptfeld in Shanghai. Für Tseng Chun-hsin endete der Auftritt dagegen vorzeitig, ohne dass ein weiterer Satz ausgespielt wurde.