Auf dem Outdoor-Hartplatz in Mason, Ohio, lieferte Jaime Faria eine reife Vorstellung. Der 22-jährige Portugiese bezwang den erfahrenen Georgier Nikoloz Basilashvili mit 6:4, 6:4 und brachte damit seine Stärken auf dem Hartplatz klar zum Ausdruck. Für Faria, der in Cincinnati als Dritter der Setzliste antrat, war es bereits das zweite Masters-1000-Qualifying in Folge – nach seinem Einsatz in Montreal wochte er nahtlos weiter.
Faria dominiert bei eigenem Aufschlag
Die Statistiken spiegelten die Überlegenheit des Portugiesen eindrucksvoll wider. Faria gewann sämtliche Aufschlagspiele und erzielte 76 Prozent der Punkte bei seinem ersten Aufschlag sowie starke 74 Prozent beim zweiten. Mit zehn Assen unterstrich er seine Dominanz beim Service, während er lediglich drei Doppelfehler beging. Basilashvili hingegen brachte seinen ersten Aufschlag nur in 50 Prozent der Fälle ins Feld – ein gravierender Unterschied, der Faria immer wieder Möglichkeiten im Return-Spiel eröffnete.
Breakbälle verwerten, Breakbälle abwehren
Basilashvili, einst auf Weltranglisten-Platz 16 und Inhaber von fünf ATP-Einzeltiteln, war in Cincinnati ohne Setzung angetreten und suchte vergeblich nach Wegen, den konzentrierten Faria zu gefährden. Seine Quote verwerteter Breakbälle blieb bei null Prozent – er konnte in keinem einzigen Aufschlagspiel des Portugiesen ein Break erzielen. Faria dagegen verwertete seine Breakchancen konsequent: 20 Prozent seiner Breakbälle nutzte er, was in beiden Sätzen jeweils für das entscheidende Break reichte. Basilashvili wehrte zwar 80 Prozent der Breakbälle ab, die gegen seinen Aufschlag gespielt wurden, doch es genügte nicht, um den Satzverlust zu verhindern.
Klarer Sieg, nächste Qualifikationsrunde wartet
Mit 19 Winnern gegenüber 23 unerzwungenen Fehlern hielt Faria seine Fehlerquote im Rahmen und agierte stabiler als Basilashvili, dem 32 unerzwungene Fehler unterliefen. Insgesamt gewann der Portugiese 55 Prozent aller Punkte und ließ damit keinen Zweifel daran, wer auf dem Court 4 das Geschehen bestimmte. Für den in Lissabon geborenen Profi, der seine Karrierehöchstrangliste mit Weltranglisten-Platz 87 im Februar 2025 erreichte, war der Zweisatzsieg eine weitere Bestätigung seiner Entwicklung. Basilashvili verabschiedete sich aus dem Qualifying, Faria hingegen kämpft weiter um einen Platz im Hauptfeld der Western & Southern Open.