Tiebreak entscheidet den Auftakt
Auf dem Grandstand Court in Cincinnati lieferten sich Luca Van Assche und Dušan Lajović ein ausgeglichenes Qualifikationsfinale, das über die volle Distanz ging. Der als Nummer 1 der Qualifikationssetzliste eingestufte Franzose setzte sich schließlich mit 7:6, 2:6, 6:3 durch und buchte damit sein Ticket für das Hauptfeld des ATP-Masters-1000-Turniers.
Der erste Satz war ein Nervenduell, das erst im Tiebreak eine Entscheidung fand. Van Assche behielt dabei mit 7:5 die Oberhand und sicherte sich den ersten Durchgang. Lajović, der mit einer einhändigen Rückhand arbeitet und sich durch einen Drei-Satz-Sieg gegen Benjamin Bonzi ins Finale gekämpft hatte, ließ sich vom frühen Rückstand jedoch nicht beirren.
Lajović gleicht aus – Van Assche antwortet
Im zweiten Satz zeigte Lajović seine beste Leistung. Der Serbe dominierte das Geschehen, verwertete seine Breakbälle konsequent und gewann den Durchgang klar mit 6:2. Damit erzwang er den Entscheidungssatz und hielt seine Chance auf das Hauptfeld aufrecht.
Der dritte Satz gehörte jedoch Van Assche. Der Franzose fand erneut in sein Spiel, wehrte die Breakbälle des Gegners entschlossen ab und verwertete seinerseits die eigenen Chancen zuverlässig. Mit 6:3 entschied er den Satz und das Match für sich.
Statistisch eng – doch Van Assche effizienter
Die Zahlen spiegelten das knappe Kräfteverhältnis wider. Van Assche gewann 51 Prozent aller Punkte, Lajović kam auf 49 Prozent. Bei eigenem Aufschlag erzielte der Franzose 75 Prozent der Punkte bei seinem ersten Aufschlag und 50 Prozent bei seinem zweiten. Lajović lag mit 74 beziehungsweise 49 Prozent nur knapp dahinter. Beide Spieler verwerteten 75 Prozent ihrer Breakbälle – der entscheidende Unterschied lag letztlich in der Konstanz: Van Assche unterlief mit 42 unerzwungenen Fehlern deutlich weniger als Lajović, dem 62 zu Buche standen.
Bemerkenswert: Lajović schlug mit 25 Winners mehr klare Schläge als Van Assche (18), doch der Serbe leistete sich zu viele leichte Fehler, um daraus einen Matchvorteil zu ziehen. Van Assche acht Doppelfehler trübten das Bild leicht, wogen angesichts der Effizienz im Gesamten aber nicht schwer genug.
Einzug ins Hauptfeld als nächste Etappe
Für Van Assche ist der Einzug ins Hauptfeld der Cincinnati Open ein weiterer Beleg seiner starken Saisonform. Der Franzose war mit sieben Siegen aus seinen letzten zehn Matches in die Qualifikation gegangen und hatte bereits in der Saison 2026 Titel gesammelt. Beim direkten Vergleich mit Lajović führt er nun mit 3:1, darunter zwei Siege auf Hartplatz. Cincinnati bleibt für ihn ein besonderes Pflaster: 2023 war er hier noch in der ersten Qualifikationsrunde gescheitert. Drei Jahre später steht er im Hauptfeld eines der prestigeträchtigsten Turniere außerhalb der Grand Slams – und damit in der wichtigsten Generalprobe vor den US Open.