Es war ein Match mit klarer Dramaturgie: Dalibor Svrčina legte vor, Mark Lajal antwortete. Am Ende stand der Este als Sieger auf dem Outdoor-Hartplatz in Mason, Ohio – 5:7, 6:4, 6:3 nach drei Sätzen, Einzug ins Finale der Cincinnati Open.
Svrčina gewinnt den ersten Satz – Lajal verliert den Faden noch nicht
Der erste Satz gehörte dem Tschechen. Svrčina, der zuletzt in der Qualifikation von Montreal in der dritten Runde ausgeschieden war, präsentierte sich auf dem Hartplatz von Ohio von seiner besten Seite und entschied den Auftaktsatz mit 7:5 für sich. Lajal, Estlands unbestrittene Nummer eins und in der nordamerikanischen Hartplatzsaison in Form, ließ sich davon jedoch nicht aus dem Konzept bringen. Es war erst das erste Aufeinandertreffen der beiden 23 Jahre alten Spieler überhaupt – eine Head-to-Head-Bilanz, die es noch zu schreiben galt.
Lajal dreht die Partie – zweiter und dritter Satz gehen an den Esten
Im zweiten Satz verschob sich das Kräfteverhältnis. Lajal, der zuletzt im Challenger-Finale von Vancouver gegen Jeff Wolf unterlegen war, fand nun seinen Rhythmus und spielte sein bestes Tennis von der Grundlinie. Er verwertete seine Chancen konsequent, wehrte die Breakbälle Svrčinas zunehmend sicher ab und gewann den zweiten Satz mit 6:4. Das Match hatte sich gedreht.
Der dritte Satz war eine Machtdemonstration des Esten. Lajal dominierte mit seinem Aufschlag, ließ kaum noch Breakbälle zu und gab Svrčina keine Möglichkeit zur Aufholjagd. Mit 6:3 machte er den Sack zu. Svrčina, der seine Karriere-Bestrangliste von ATP Nr. 86 im November 2025 erreicht hatte, fand kein Mittel mehr gegen den druckvollen Grundlinienspieler aus Tallinn.
Lajal im Finale – ein weiterer Schritt nach oben
Der Einzug ins Finale eines ATP Masters 1000-Turniers ist für Mark Lajal ein weiterer Beleg für seinen Aufstieg in die Weltspitze. Der Este, der als erster Spieler seines Landes vor dem 21. Geburtstag einen Challenger-Titel gewann, untermauerte in Cincinnati seine Qualitäten auf Hartplatz. Das Halbfinale gegen Svrčina verlief nach einem vertrauten Muster beider Spieler: knapp entschiedene Sätze, kein dominantes Eröffnungsspiel – doch am Ende setzte sich derjenige durch, der in den entscheidenden Momenten stabiler agierte. Das war Mark Lajal.