Die Seattle Kraken setzten sich in der Climate Pledge Arena mit 4:3 gegen die Detroit Red Wings durch. Seattle gewann das NHL-Spiel nach Penaltyschießen, nachdem Detroit einen 0:3-Rückstand im Schlussdrittel noch ausgeglichen hatte. Nach der regulären Spielzeit stand es 3:3, die Entscheidung fiel anschließend im Shootout zugunsten der Gastgeber.
Seattle legte im ersten Drittel vor
Seattle erwischte den besseren Start und ging im ersten Drittel in Führung. Mackie Samoskevich traf nach 6:45 Minuten mit einem Handgelenkschuss, Chandler Stephenson steuerte den Assist bei. Detroit fand zunächst keine Antwort, sodass die Kraken den knappen Vorsprung mit in die erste Pause nahmen. Der Abschnitt endete 1:0 für Seattle.
Für Detroit stand Daniil Tarasov im Tor. Der Goalie war im Sommer nach seiner Zeit in Florida verpflichtet worden und führte zum Zeitpunkt der Partie die Liga bei den Backups in Goals-Against Average und Save Percentage an. Gegen Seattle hielt Tarasov sein Team zunächst im Spiel, konnte den Rückstand aber nicht verhindern.
Kraken bauten die Führung im Mittelabschnitt aus
Im zweiten Drittel erhöhte Seattle den Druck und nutzte eine Gelegenheit im Powerplay. Ryker Evans erzielte nach 3:22 Minuten das 2:0. Der Verteidiger traf ohne Assist und verschaffte den Kraken damit zusätzlichen Raum für ihr Spiel. Detroit blieb ohne Treffer, während Seattle die Kontrolle über den Spielstand behielt.
Mit Fortdauer des Mittelabschnitts wuchs der Vorsprung weiter. Brandon Montour stellte nach 16:01 Minuten auf 3:0, Berkly Catton bereitete den Treffer vor. Montour war vor der Partie als Game-Time-Decision geführt worden, weil er angeschlagen war, kehrte aber in die Aufstellung zurück und setzte mit seinem Tor einen wichtigen Akzent. Nach zwei Dritteln führte Seattle mit 2:0 in der Abschnittswertung.
Detroit startete die Aufholjagd im Schlussdrittel
Im dritten Drittel änderte sich das Bild. Detroit kam offensiv besser zur Geltung und verkürzte nach 6:25 Minuten. Viktor Arvidsson traf nach Vorarbeit von Emmitt Finnie und Anton Johansson. Der Treffer gab den Red Wings sichtbar Auftrieb und leitete eine intensive Schlussphase ein.
Wenig später fiel der nächste Treffer für Detroit. Lucas Raymond erzielte im Powerplay nach 7:24 Minuten das 2:3 aus Sicht der Red Wings. Alex DeBrincat und Dylan Larkin bereiteten das Überzahltor vor. Seattle musste nun deutlich mehr Defensivarbeit leisten, während Detroit den Druck erhöhte und den Ausgleich suchte.
In der Schlussminute belohnte sich Detroit für die Aufholjagd. Alex DeBrincat traf im Powerplay nach Zuspielen von Dylan Larkin und Lucas Raymond zum 3:3. Der Ausgleich war zugleich DeBrincats 300. NHL-Karrieretor. Der in Michigan geborene Angreifer wurde damit zum vierten Spieler aus Michigan mit mindestens 300 NHL-Toren. Das dritte Drittel ging mit 3:0 an Detroit.
Seattle entschied das Penaltyschießen
Nach dem Ausgleich blieb die Partie ohne weiteren Treffer in der regulären Spielzeit. Im Penaltyschießen brachte Frederick (Freddy) Gaudreau Seattle zunächst in Führung. Bobby McMann erzielte anschließend den entscheidenden Treffer zum 4:3. Damit gewann Seattle das Shootout und sicherte sich den Heimerfolg.
Für Detroit endete die Partie trotz der gelungenen Aufholjagd mit einer Niederlage. Die Red Wings waren mit einer Vier-Spiele-Punkte-Serie und zwei Siegen in Folge in das Duell gegangen. Seattle hatte bereits das erste Saisonduell gewonnen, damals mit 6:3. Im Rückspiel verteidigten die Kraken ihre Führung lange, gerieten nach dem Seitenwechsel aber noch einmal erheblich unter Druck. Der entscheidende Vorteil lag am Ende im Penaltyschießen bei den Gastgebern.