Cincinnati, 13. August 2026 – Mark Lajal hat sich auf dem Outdoor-Hartplatz in Cincinnati mit einem kämpferischen 6:7, 6:3, 6:4 gegen Aleksandar Vukic durchgesetzt und damit das Hauptfeld der Cincinnati Open 2026 erreicht. Für den 23-jährigen Esten, der als die Nummer 1 seines Landes gilt und Estland im Davis Cup vertritt, war es bereits der zweite Qualifikationssieg in Folge: Zuvor hatte er in der ersten Runde gegen Dalibor Svrcina gewonnen.
Tiebreak entscheidet den ersten Satz zugunsten von Vukic
Der erste Satz entwickelte sich zu einem ausgeglichenen Duell zweier aufschlagsstarker Spieler. Beide Männer dominierten mit ihrem Aufschlag und ließen kaum Breakbälle zu. Am Ende musste ein Tiebreak die Entscheidung bringen – und dort behielt Vukic mit 7:3 die Oberhand. Der Australier, der 1996 in Sydney geboren wurde und rechtshändig mit beidhändiger Rückhand spielt, schien zu diesem Zeitpunkt auf Kurs. Lajal jedoch blieb unbeeindruckt.
Lajal dreht das Match – Aufschlagstärke als Schlüssel
Im zweiten Satz zeigte Lajal eine deutliche Leistungssteigerung. Er verwertete seine Breakchancen konsequent, wehrte die Breakbälle Vukics entschlossen ab und gewann den Satz souverän mit 6:3. Die Statistiken unterstrichen seine Dominanz bei eigenem Aufschlag: Lajal gewann 94 Prozent seiner Aufschlagspiele über das gesamte Match, erzielte 21 Asse und gewann 85 Prozent der Punkte bei dem ersten Aufschlag. Damit baute er einen Rhythmus auf, den Vukic im entscheidenden dritten Satz nicht mehr brechen konnte.
Im dritten Satz blieb das Geschehen lange ausgeglichen, ehe Lajal die entscheidenden Breaks erzielte und mit 6:4 den Matchgewinn perfekt machte. Seine Quote verwerteter Breakbälle lag am Ende bei 60 Prozent, während Vukic lediglich 20 Prozent seiner Breakchancen nutzte. Das spiegelte den Verlauf des Matches wider: Lajal war im Rückspiel klar effektiver und gewann 20 Prozent seiner Returnspiele, Vukic dagegen nur sechs Prozent.
Starkes Comeback eines aufstrebenden Talents
Mit zwei ATP-Challenger-Titeln im Gepäck bewies Lajal einmal mehr, dass er auf dem Weg in die Weltspitze ernstgenommen werden muss. Der Este schlug 37 Winner, produzierte allerdings auch 39 unerzwungene Fehler und neun Doppelfehler – Zeichen eines mutigen, offensiven Spielstils, der in Cincinnati an diesem Tag mehr Punkte brachte als kostete. Vukic seinerseits lieferte ebenfalls solides Tennis mit 36 Winnern und 15 Assen, doch seine Breakball-Ausbeute von lediglich 20 Prozent besiegelte letztlich seine Niederlage.
Für Mark Lajal geht es nun im Hauptfeld des letzten großen Turniers vor den US Open weiter – eine Bühne, auf der der junge Este seine Klasse einmal mehr unter Beweis stellen kann.