Nach einer starken Leihsaison und einer gelungenen WM 2026 setzt Kalajdzic seine Karriere damit bewusst in dem Umfeld fort, in dem er zuletzt wieder zu alter Stärke fand.
Ablösefrei – aber mit hoher Weiterverkaufsbeteiligung
Für den LASK ist der Deal auch finanziell bemerkenswert. Englischen Berichten zufolge fällt keine Ablöse an, Wolverhampton soll sich dafür eine Weiterverkaufsbeteiligung von 50 Prozent gesichert haben. Die Wolves hatten Kalajdzic 2022 noch für umgerechnet rund 18 Millionen Euro vom VfB Stuttgart verpflichtet. Der Angreifer gehörte in England zudem zu den besser verdienenden Spielern und nimmt für die Rückkehr nach Linz deutliche Gehaltseinbußen in Kauf.
Kalajdzic war im September 2025 zunächst auf Leihbasis zum LASK gekommen. Nach seiner langen Verletzungshistorie benötigte der Zwei-Meter-Stürmer einige Monate, fand nach der Wintervorbereitung aber immer besser in seinen Rhythmus. In 27 Pflichtspielen gelangen ihm sieben Tore und elf Assists. Mit seiner Präsenz im Strafraum, aber auch als Wandspieler und Vorbereiter, teils auf der ungewohnten Position im offensiven Mittelfeld statt in der Sturmspitze, wurde er zu einer prägenden Figur beim historischen Double aus Meisterschaft und ÖFB-Cup.
Auch seine Rückkehr ins Nationalteam gelang über Linz. Bei der WM 2026 kam Kalajdzic dreimal zum Einsatz und erzielte im letzten Gruppenspiel gegen Algerien in der 96. Minute per Kopf das umjubelte 3:3, das Österreich den Einzug in die KO-Phase ebnete.
„Ich freue mich riesig, wieder zurück beim LASK zu sein! Trotz der gemeinsamen Erfolge und nach allem, was ich in den letzten Jahren erlebt habe, waren Stabilität und Konstanz ausschlaggebend für meinen nächsten Schritt. Genau das spüre ich beim LASK durchweg. Entscheidend war auch, dass mit Didi Kühbauer jemand verlängert hat, der mich und meine Historie bestens kennt, mir viel Zeit und vor allem Vertrauen geschenkt hat, um wieder in meinen Rhythmus und in Form zu kommen. Das schätze ich sehr und möchte unbedingt daran anknüpfen und das zurückzahlen!“, erklärte Kalajdzic.
Drei Kreuzbandrisse bremsen Karriere
Die Betonung auf Stabilität ist angesichts seiner Karriere nachvollziehbar. Kalajdzic wechselte 2019 für rund 2,5 Millionen Euro von der Admira zum VfB Stuttgart. Für die Schwaben erzielte er 24 Tore in 60 Pflichtspielen und machte sich damit für die Premier League interessant. Sein Wechsel zu Wolverhampton wurde anschließend allerdings von schweren Verletzungen überschattet.
Schon kurz nach seinem Transfer nach Stuttgart erlitt Kalajdzic 2019 einen Kreuzbandriss. Beim Wolves-Debüt gegen Southampton 2022 folgte der nächste Kreuzbandriss, der ihn nahezu eine komplette Saison kostete. Im Februar 2024 riss während seiner Leihe zu Eintracht Frankfurt erneut das Kreuzband. Insgesamt waren es also drei schwere Knieverletzungen, die seine Karriere immer wieder zurückwarfen.
Champions League gibt den Ausschlag
Umso wichtiger war die vergangene Saison in Oberösterreich. Beim LASK blieb Kalajdzic über längere Zeit fit, sammelte regelmäßig Spielminuten und wurde wieder Teamspieler. Nun bekommt er zusätzlich die Chance auf seine Champions-League-Premiere. Die Linzer treffen in der Ligaphase unter anderem auf Real Madrid und Liverpool.
Sportdirektor Dino Buric sieht genau darin einen wesentlichen Faktor für den Transfer: „Sasa hatte konkrete Angebote aus der Serie A und der Deutschen Bundesliga auf dem Tisch. Wenn es rein ums Finanzielle gegangen wäre, hätten wir nicht den Hauch einer Chance gehabt. Er hat deutliche Abstriche gemacht und sich für den sportlichen Weg entschieden – für eine Mannschaft, die er kennt, für ein Umfeld, in dem er zu alter Stärke zurückgefunden hat, und nicht zuletzt für die Champions League. Diese Entscheidung sagt viel über Sasa aus. Und sie sagt einiges darüber, wo dieser Klub heute steht.“