Im IGA Stadium von Montreal hat Jacob Fearnley eine überzeugende Leistung gezeigt und sich mit 7:6 (7:3) und 6:2 gegen den Österreicher Sebastian Ofner behauptet. Der britische Profi löste damit sein Ticket für die Hauptrunde des ATP-Masters-1000-Turniers – eines der bedeutendsten Events auf der ATP Tour.
Knappes erstes Duell, klare Verhältnisse im Tiebreak
Der erste Satz entwickelte sich zu einem ausgeglichenen Schlagabtausch auf dem Hartplatz. Weder Fearnley noch Ofner konnte sich entscheidend absetzen, sodass der Durchgang im Tiebreak entschieden werden musste. Dort dominierte der Brite mit 7:3 und bewies starke Nerven in den entscheidenden Momenten. Einen wesentlichen Anteil daran hatte Fearnleys starke Aufschlagquote von 67 Prozent bei der ersten Aufgabe – deutlich besser als die 50 Prozent Ofners. Der Brite dominierte mit seinem Aufschlag und gewann 71 Prozent seiner Aufschlagpunkte insgesamt, während der Österreicher lediglich auf 51 Prozent kam.
Machtdemonstration im zweiten Satz
Im zweiten Durchgang zog Fearnley das Tempo an. Das 6:2 widerspiegelt die klare Überlegenheit des Briten in dieser Phase: Seine Return-Spiele gestaltete er aggressiv und verwertete 44 Prozent seiner Breakchancen. Ofner hingegen konnte nur 40 Prozent seiner eigenen Breakmöglichkeiten nutzen und musste am Ende acht von zehn Bällen im Schlussteil der Partie abgeben. Besonders schmerzhaft: Fünf Doppelfehler des Österreichers erschwerten das ohnehin schwierige Unterfangen zusätzlich.
Starker Fearnley, Ofner trotz Form-Hoch chancenlos
Dabei war Sebastian Ofner, die aktuelle Nummer 1 Österreichs im ATP-Ranking, mit soliden Voraussetzungen in das Qualifying gestartet. Im Frühjahr 2026 hatte er in Saint-Brieuc und Thionville zwei Challenger-Titel in Folge gewonnen – ein Formhoch, das Hoffnung auf einen weiteren Schritt nach oben ließ. Ofner, im Qualifying-Draw als Nummer 21 gesetzt, zog gegen den an Position 13 gesetzten Fearnley letztlich den Kürzeren.
Jacob Fearnley, der seine Karrierebestmarke in der Weltrangliste mit Rang 49 im Juni 2025 erreicht hatte, präsentierte sich in Montreal in starker Verfassung. Er gewann 58 Prozent aller Punkte und zeigte vor allem im Return-Spiel, warum er zu den gefährlicheren Qualifikanten des Feldes zählte: 49 Prozent gewonnene Return-Punkte sind ein deutliches Signal. Nun trifft er in der Hauptrunde auf ein Teilnehmerfeld, in dem unter anderem Topfavorit Alexander Zverev und Lokalmatador Félix Auger-Aliassime antreten.