Lukas Neumayer hat bei den Erste Bank Open 2026 in Wien den Einzug in das Hauptfeld geschafft. Der Österreicher bezwang den als Nummer fünf gesetzten Franzosen Titouan Droguet mit 7:6, 6:3 und gewann damit die zweite Runde der Qualifikation. Für den Salzburger war es der erste Auftritt im Hauptfeld dieses ATP-500-Turniers.
Neumayer entscheidet engen ersten Satz
Der erste Satz verlief über weite Strecken ausgeglichen. Beide Spieler hielten ihr Niveau, sodass sich zunächst kein entscheidender Vorteil ergab. Titouan Droguet setzte Neumayer mit seinem Aufschlag und druckvollen Schlägen unter Druck, doch der Österreicher blieb in den entscheidenden Ballwechseln ruhig.
Die Entscheidung fiel im Tiebreak. Dort dominierte Lukas Neumayer vor allem mit seiner Vorhand. Er spielte die wichtigen Punkte konsequenter aus und setzte sich schließlich mit 7:3 durch. Damit ging der erste Satz mit 7:6 an den Lokalmatador, der sich trotz des hohen Drucks keine längere Schwächephase erlaubte.
Frühes Break bringt die Wende
Im zweiten Satz erhöhte Neumayer das Tempo. Bereits zum 2:0 gelang ihm das frühe Break, nachdem er die Ballwechsel von der Grundlinie aus zunehmend kontrolliert hatte. Droguet fand danach nicht mehr in denselben Rhythmus zurück. Der Franzose ließ seinen Frust am Schläger aus, während Neumayer seinen spielerischen Vorteil sachlich nutzte.
Der Österreicher blieb bei eigenem Aufschlag stabil und hielt die Initiative. Droguet erspielte sich zwar Möglichkeiten, doch Neumayer wehrte die entscheidenden Breakbälle ab. Im gesamten Match gewann er 100 Prozent seiner Aufschlagspiele. Auch beim zweiten Aufschlag war er besonders effizient und gewann 80 Prozent der Punkte.
Neumayer behält bei den Matchbällen die Nerven
Mit zunehmender Spieldauer wurde der Vorsprung des Salzburgers deutlicher. Neumayer bewegte sich aufmerksam, eröffnete viele Punkte mit tiefen Schlägen und setzte Droguet immer wieder auf dessen Rückhand fest. Der Franzose kam insgesamt auf 24 Winner, doch Neumayer ließ mit seinem kontrollierten Grundlinienspiel nur wenige einfache Chancen zu.
Beim Stand von 5:3 im zweiten Satz bekam Neumayer die Gelegenheit, die Partie zu beenden. Den ersten Matchball nutzte er noch nicht. Danach blieb er jedoch konzentriert, erhöhte erneut das Tempo und verwandelte den zweiten Matchball zum Sieg. Der zweite Satz ging mit 6:3 an den Österreicher.
Erster Hauptfeldauftritt in Wien
Der Erfolg hatte für Lukas Neumayer besondere Bedeutung. 2022 und 2025 war er in Wien jeweils in der ersten Qualifikationsrunde gescheitert, diesmal überstand er die Qualifikation mit einer Wildcard. Der von Günter Bresnik und Gerald Kamitz betreute Davis-Cup-Spieler bestätigte damit seine Entwicklung, zu der auch zwei ATP-Challenger-Titel in Barletta und Vicenza im Jahr 2026 gehörten.
Titouan Droguet war zuvor gegen den österreichischen Wildcard-Spieler Joel Schwärzler in drei Sätzen erfolgreich gewesen. Gegen Neumayer fand der Franzose nach dem verlorenen Tiebreak jedoch keine Antwort mehr. Für den Salzburger bedeutete der Sieg den erstmaligen Einzug in das Hauptfeld seines Heimturniers.