Es war ein enger, nervenaufreibender Kampf auf dem Outdoor-Hartplatz in Cincinnati: Stefanos Sakellaridis besiegte Martin Damm Jr. mit 6:4 und 7:6 und zog damit ins Finale der Qualifikation der Western & Southern Open ein. Der Grieche, der im Mai 2026 mit Rang 197 seine bisher höchste Weltranglistenposition erreicht hatte, ließ dabei seine Qualität auf dem schnellen Hartplatzbelag eindrucksvoll aufblitzen.
Sakellaridis übernimmt früh die Kontrolle
Im ersten Satz zeigte Sakellaridis von Beginn an, wer die Fäden in der Hand hielt. Sein Aufschlagspiel funktionierte zunächst solide – er gewann 91 Prozent seiner Aufschlagspiele –, während Damm bei eigenem Aufschlag deutlich anfälliger war. Der Amerikaner wehrte nur die Hälfte der Breakbälle seines Gegners ab und gab dem Griechen damit die entscheidenden Hebel. Sakellaridis verwertete seine Chancen konsequent: Er nutzte 50 Prozent seiner Breakbälle, Damm hingegen lediglich 13 Prozent. Das Resultat war ein klarer erster Satz, der mit 6:4 an Sakellaridis ging.
Tiebreak entscheidet den zweiten Satz
Der zweite Satz entwickelte sich zum intensivsten Abschnitt der Partie. Damm steigerte sich, hielt mit 82 Prozent gewonnenen Aufschlagspielen besser stand und kämpfte sich bis in den Tiebreak. Doch dort zog Sakellaridis erneut davon und entschied den Durchgang mit 7:4 für sich – der Satz ging damit mit 7:6 an den Griechen.
Statistiken spiegeln das Kräfteverhältnis wider
Die Zahlen des Matches zeichneten ein klares Bild. Sakellaridis erzielte zehn Asse, Damm neun – auf dem Papier eine Ausgeglichenheit, die sich im weiteren Spielverlauf jedoch nicht bestätigte. Entscheidend war die Fehlerquote: Damm unterliefen mit 37 unerzwungenen Fehlern deutlich mehr als Sakellaridis mit 28. Auch bei Punkten nach dem ersten Aufschlag hatte der Grieche die Nase vorn: Er gewann 80 Prozent dieser Punkte, Damm 76 Prozent. Den Unterschied machte letztlich das Return-Spiel – Sakellaridis gewann 34 Prozent aller Returnpunkte, Damm nur 31 Prozent. Insgesamt holte sich der Grieche 53 Prozent aller gespielten Punkte. Sakellaridis steht nun im Finale der Qualifikation und hat die Chance, sich für das Hauptfeld eines der bedeutendsten Hartplatzturniere der Saison zu empfehlen – dem letzten großen Masters-Stopp vor den US Open.