Jacquet setzt sich in zwei Sätzen durch
Im Qualifikationsfinale der Cincinnati Open auf dem Outdoor-Hartplatz des Lindner Family Tennis Center in Mason, Ohio, setzte sich Kyrian Jacquet in zwei Sätzen gegen Nicolai Budkov Kjær durch. Der Franzose gewann mit 7:5 und 6:4 und sicherte sich damit die Teilnahme am Hauptfeld des ATP-Masters-1000-Turniers, das als eines der wichtigsten Hartplatz-Vorbereitungsturniere auf die US Open gilt.
Jacquet, als Nummer 23 der Qualifikationssetzliste ins Turnier gegangen, zeigte von Beginn an, warum er in diesem Jahr bereits einen ATP-Challenger-Titel geholt hatte. Der 25-Jährige aus Lyon dominierte weite Teile des Matches von der Grundlinie aus und ließ Budkov Kjær kaum Rhythmus finden. 39 Winner standen am Ende auf Jacquets Konto – mehr als doppelt so viele wie bei seinem Gegner, der lediglich 14 erzielte.
Breakball-Verwertung als entscheidender Faktor
Die Statistiken spiegelten die Kräfteverhältnisse klar wider. Jacquet verwertete 36 Prozent seiner Breakbälle und gewann 73 Prozent seiner Aufschlagspiele, während Budkov Kjær bei eigenem Aufschlag nur 55 Prozent seiner Spiele für sich entschied. Der Norweger wehrte zwar 64 Prozent der Breakbälle ab, konnte das drohende Ausscheiden damit aber nicht abwenden. Im Return-Spiel erzielte Jacquet 47 Prozent der Punkte – ein Wert, der seinen stetigen Druck auf den gegnerischen Aufschlag verdeutlichte.
Budkov Kjær, der 2024 als erster Norweger überhaupt einen Grand-Slam-Juniorentitel bei Wimbledon gewonnen hatte und 2025 mit vier ATP-Challenger-Titeln seinen Aufstieg in die Weltspitze unterstrich, fand gegen den kompakten Spielstil des Franzosen kein Mittel. Der 19-Jährige schlug zwar fehlerfrei auf – kein einziger Doppelfehler – doch seine 20 unerzwungenen Fehler und die vergleichsweise geringe Winnerzahl reichten nicht aus, um Jacquet ernsthaft für Gefahr zu sorgen. Lediglich einen Matchball wehrte Budkov Kjær ab, mehr Spielraum blieb ihm nicht.
Jacquet trifft in Runde eins auf Sweeny
Für Kyrian Jacquet war es bereits der zweite Sieg in der Qualifikation dieser Woche. Zuvor hatte er Billy Harris in zwei Sätzen bezwungen. Im Hauptfeld trifft er nun in der ersten Runde auf Dane Sweeny. Budkov Kjær hingegen verließ Mason ohne das erhoffte Masters-Debüt – sein Karriere-Hochstranking von Platz 121 zeigt jedoch, dass er der Weltspitze näher rückt. Der Rückschlag in Cincinnati dürfte ihn dabei kaum aufhalten.