New York, 26. August 2026 – Ein Satz Rückstand, dann die Wende: Otto Virtanen bestritt auf Court 7 das Halbfinale der Herren-Einzel-Qualifikation für das US Open 2026 und setzte sich gegen den Briten Jack Pinnington Jones mit 2:6, 7:6, 6:3 durch. Damit löste der Finne, der als Neunter der Qualifikations-Setzliste ins Turnier gegangen war, sein Ticket für das Hauptfeld des letzten Grand-Slam-Turniers der Saison auf dem Hartplatz in New York.
Erster Satz geht klar an Pinnington Jones
Virtanen fand überhaupt nicht in die Partie. Pinnington Jones, der sich zuvor in Runde eins der Qualifikation gegen Trevor Svajda durchgesetzt hatte, dominierte von Beginn an. Der Brite gewann 79 Prozent seiner Aufschlagspiele im Verlauf des Matches und präsentierte sich im Return stark genug, um den Finnen kontinuierlich unter Druck zu setzen. Der erste Satz ging deutlich mit 6:2 an Pinnington Jones – ein klares Ausrufezeichen des 23-Jährigen aus Kingston upon Thames, der mit zwei Challenger-Titeln im Jahr 2025 zuletzt Aufmerksamkeit erregt hatte und sein Karrierehoch bei Weltranglistenposition 132 erreichte.
Virtanen dreht die Partie im Tiebreak
Im zweiten Satz wuchs Virtanen spürbar ins Match hinein. Der Finne, der als Nummer 1 seines Landes gilt und bereits gegen Ugo Blanchet ohne Satzverlust ins Halbfinale der Qualifikation vorgerückt war, begann, mit seinem Aufschlag zu dominieren. Er erzielte sieben Asse und gewann 67 Prozent der Punkte bei seinem ersten Aufschlag. Weil aber auch Pinnington Jones standhielt, musste ein Tiebreak die Entscheidung bringen. Virtanen behielt die Nerven und sicherte sich den zweiten Satz mit 8:6 im Tiebreak – die Wendemarke der Begegnung.
Klarer dritter Satz – Virtanen setzt sich durch
Im entscheidenden dritten Satz zog Virtanen mit 6:3 klar davon. Pinnington Jones leistete sich im Verlauf des gesamten Matches 33 unerzwungene Fehler und wehrte nur 43 Prozent der Breakbälle ab, die Virtanen sich erspielte. Der Finne verwertete 43 Prozent seiner Breakchancen – entscheidend genug, um den Satz und das Match für sich zu entscheiden. Dass Virtanen selbst 47 unerzwungene Fehler beging, zeigt, wie offen und intensiv das Duell über weite Strecken war. Am Ende sicherte sich Virtanen mit 2:6, 7:6, 6:3 den Sieg – ein Comeback, das seinen Weg ins Hauptfeld der US Open 2026 ebnete.