Dallas, AT&T Stadium – 90 Minuten lang hielt Portugal stand. Dann kam Mikel Merino. Der Einwechselspieler erzielte in der ersten Minute der Nachspielzeit den einzigen Treffer dieser Partie und sicherte Spanien einen 1:0-Sieg im Achtelfinale der WM 2026. Für Portugal und Cristiano Ronaldo bedeutet das Ausscheiden das Ende einer Ära.
Torlose erste Hälfte, wachsende Spannung
Beide Mannschaften begannen mit identischen Systemen: 4-2-3-1 auf beiden Seiten. Portugal startete vor heimischem Publikum im texanischen Dallas konzentriert, ließ wenige Räume zu und setzte auf kompakte Defensive. Spanien, amtierender Europameister und in dieser WM mit einer Bilanz von drei Siegen und einem Unentschieden ins Achtelfinale eingezogen, hatte mehr Ballbesitz, fand aber keinen Weg durch das portugiesische Mittelfeld. Lamine Yamal – eine Woche vor seinem 19. Geburtstag – sorgte auf Spaniens Seite für die gefährlichsten Momente, ohne jedoch den entscheidenden Treffer vorzubereiten.
Wechsel prägen die zweite Hälfte
In der zweiten Hälfte verlagerte sich das Spiel. Portugal reagierte früh: In der 56. Minute ersetzte Semedo den angeschlagenen Mendes auf der linken Außenbahn. In der 71. Minute brachte Portugal gleich doppelt frische Kräfte: Leao kam für Joao Felix, Dalot für Cancelo. Spanien antwortete in der 75. Minute mit Ferran Torres für Baena. In der 85. Minute wechselte Spanien erneut doppelt: Ruiz ersetzte Pedri, und Mikel Merino kam für Olmo auf den Platz – eine Entscheidung, die das Spiel entscheiden sollte.
Merino trifft – Ronaldo verabschiedet sich
In der 89. Minute sah Bernardo Silva die Gelbe Karte, Portugal lebte gefährlich. Zwei Minuten später schlug Merino zu: Der Joker drang in der 91. Minute in den linken Strafraum ein und schloss flach gegen Diogo Costa ab – Vorlage von Ferran Torres, Endstand 0:1. Für Portugal kam die Antwort nicht mehr. Veiga sah in der 94. Minute noch Gelb, Ferran Torres in der 98. Minute ebenfalls – doch sportlich war die Partie entschieden.
Das Aus bedeutet das Ende von Cristiano Ronaldos WM-Geschichte. Der Portugiese hatte vor dem Turnier erklärt, dass die WM 2026 seine letzte sein werde. Ronaldo, der 2006 erstmals an einer Weltmeisterschaft teilnahm und in diesem Turnier als erster Spieler der Geschichte bei sechs verschiedenen Weltmeisterschaften traf, verlässt die große Bühne ohne den ersehnten Titel.
Spanien zieht ins Viertelfinale ein und trifft dort auf den Sieger der Partie zwischen Belgien und den USA. Die WM 2026 läuft erstmals mit 48 Teams in 12 Vierergruppen – zwölf Gruppenerste, zwölf Gruppenzweite und die acht besten Gruppendritten kamen weiter, insgesamt 32 Teams. Die K.o.-Phase startete diesmal bereits im Sechzehntelfinale; das Achtelfinale war damit bereits die zweite K.o.-Runde dieses erweiterten Formats.