Die Elfenbeinküste war die bessere Mannschaft der ersten Halbzeit. In der 30. Minute schlug das zu Buche: Yan Diomande spielte den Ball in den Strafraum, Manuel Neuer parierte den ersten Abschluss von Amad Diallo, doch Franck Kessié reagierte am schnellsten auf den Abpraller und schob aus kurzer Distanz ein. Zwei deutsche Treffer waren zuvor per VAR aberkannt worden - ein Offensivfoul von Aleksandar Pavlović in der 23. Minute und ein weiteres von Jamal Musiala hatten die Führung verhindert.
Deutschland2:1Elfenbeinküste
Die Elfenbeinküste antwortete mit eigenen Wechseln und versuchte, die Partie nochmals zu drehen. Fofana hielt sein Team mit fünf Paraden lange im Spiel und war damit bester Akteur des Abends auf dem Platz. Deutschland drückte weiter: Mit 60 Prozent Ballbesitz, 16 Schüssen und einem xG-Wert von 1,84 hatten die Deutschen die klareren Aktionen, scheiterten aber wiederholt am ivorischen Keeper. Das Siegtor fiel erst in der vierten Minute der Nachspielzeit. Felix Nmecha spielte einen präzisen Pass in den Strafraum, Undav nahm den Ball an, drehte sich und schoss flach ins Tor. Es war sein zweiter Treffer des Abends - und bereits der vierte bei dieser WM, ausnahmslos als Joker. Undav ist damit der erste deutsche Spieler, der bei seinen ersten beiden WM-Einsätzen jeweils traf, seit Miroslav Klose 2002.
Für Deutschland bedeutet der Sieg den vorzeitigen Einzug in die K.o.-Runde - das erste Mal seit dem WM-Finale 2014, dass die Mannschaft die Gruppenphase übersteht. 2018 und 2022 war jeweils in der Vorrunde Schluss. Die Elfenbeinküste steht mit drei Punkten vor dem abschließenden Gruppenspiel gegen Curaçao unter Zugzwang.