Nach einer herausragenden Vorsaison und einem neuerlich torreichen Start sollen gleich mehrere Vereine aus der englischen Premier League den früheren Rapid-Angreifer beobachten.
Manchester United, Tottenham und Everton zeigen Interesse
Den jüngsten Gerüchten liegt ein Bericht von „TEAMtalk“-Journalist Graeme Bailey vom 13. Oktober zugrunde. Demnach beschäftigen sich Manchester United, Tottenham Hotspur und Everton intensiv mit dem 24-jährigen Kroaten. Alle drei Vereine sollen seine Entwicklung zuletzt genauer unter die Lupe genommen haben und einen möglichen Vorstoß im Wintertransferfenster erwägen. Von konkreten Verhandlungen oder einem Angebot ist bislang allerdings nicht die Rede.
Für United könnte Beljo eine zusätzliche Option neben Benjamin Šeško und Matheus Cunha werden, zumal die Zukunft von Joshua Zirkzee ungeklärt ist. Tottenham wiederum soll nach weiteren Lösungen für das Angriffszentrum suchen. Bei Everton ist der Bedarf besonders offensichtlich: Nach dem Abgang von Beto steht Trainer David Moyes mit Thierno Barry nur ein etablierter Mittelstürmer zur Verfügung. Auch das renommierte, internationale Fußballportal „Goal“ griff die Informationen von „TEAMtalk“ auf.
Von Leeds und Newcastle bis zu zwei mächtigen Klubgruppen
Baileys Bericht nennt mit Brentford einen weiteren Premier-League-Verein, der Beljo beobachten soll. Zusätzlich hätten die City Football Group und die Chelsea-Eigentümergruppe BlueCo Interesse signalisiert. Das bedeutet allerdings nicht automatisch, dass Manchester City beziehungsweise Chelsea selbst unmittelbar einen Transfer planen. Beide Unternehmensgruppen besitzen beziehungsweise kontrollieren mehrere Klubs.
Bereits früher wurden Newcastle United und Leeds United mit dem 1,95 Meter großen Linksfuß in Verbindung gebracht. „TEAMtalk“ erwähnt diese älteren Gerüchte erneut.
Interessant ist in diesem Zusammenhang ein Interview, das Beljo einst „Sky Sport“ gab. Darin bekannte er seine Sympathie für Manchester United, Newcastle und Leeds. Für Newcastle begeisterte er sich unter anderem wegen des Fußballfilms „Goal!“, während er die Premier League insgesamt schon damals als besonders reizvoll bezeichnete.
Beeindruckende Zahlen und ein Tor für Kroatien
Dass sich die Interessenten häufen, ist angesichts Beljos Leistungen nachvollziehbar. In der Saison 2025/26 erzielte er für Dinamo wettbewerbsübergreifend 38 Tore in 48 Einsätzen und bereitete sechs weitere Treffer vor. Allein in der kroatischen Liga traf er 31-mal und trug damit entscheidend zum Meistertitel bei.
Den Schwung nahm der frühere Rapidler in die neue Spielzeit mit. In sieben Ligapartien stehen bereits zehn Treffer und drei Assists zu Buche. Hinzu kommen zwei Tore und drei Vorlagen aus sechs Einsätzen in der Champions-League-Qualifikation. Noch beim jüngsten 1:2 gegen Hajduk Split war Beljo für Dinamo erfolgreich.
Die starken Auftritte brachten ihn auch zurück ins kroatische Nationalteam, nachdem er die Weltmeisterschaft 2026 verpasst hatte. Bei der 1:4-Niederlage gegen Spanien am 29. September stand Beljo in der Startelf und erzielte in der 28. Minute den zwischenzeitlichen Ausgleich. Es war sein erstes Tor im A-Nationalteam. Auch im Rückspiel gegen die Spanier kam er zum Einsatz.
Schon zuvor zahlreiche Gerüchte und ein Millionenangebot
Neu ist das internationale Interesse keineswegs. Bereits im Mai berichteten mehrere internationale Medien über Verbindungen zu Benfica, Porto, Ajax, Feyenoord sowie den französischen Vereinen Lille, Rennes und Marseille. Schon während seiner Rapid-Zeit war zudem Real Sociedad als möglicher Interessent genannt worden.
Konkreter wurde es im September: Das kroatische Portal „tportal“ berichtete unter Berufung auf Beljos Berater Srđan Lakić und Dinamo-Präsident Zvonimir Boban über ein Angebot aus einer der fünf großen europäischen Ligen in einer Größenordnung von rund 20 Millionen Euro. Der betreffende Verein blieb ungenannt, Dinamo ließ seinen Torjäger aber nicht ziehen.
Beljos Berater hatte zuvor gegenüber Sportklub erklärt, dass sein Klient seine Karriere nicht überstürzt fortsetzen wolle. Sein Ziel sei es, sich zunächst bei Dinamo einen Namen zu machen und erst dann den nächsten Schritt zu einem ambitionierten Klub zu wagen.
Zagreb hat beim nächsten Transfer das letzte Wort
Bei Rapid hatte Beljo in der Saison 2024/25 mit 19 Pflichtspieltoren überzeugt, nachdem seine Zeit beim FC Augsburg wenig erfolgreich verlaufen war. Im Sommer 2025 wechselte er schließlich fix nach Zagreb und unterschrieb einen Vertrag bis 2030.
Für Dinamo besteht damit kein unmittelbarer Verkaufsdruck. Gleichzeitig könnte ein Angebot aus England wirtschaftlich äußerst attraktiv werden, zumal Beljo mittlerweile zu den produktivsten Angreifern seiner Altersklasse zählt.
Ob bereits im Jänner Bewegung in die Angelegenheit kommt, ist noch offen. Die aktuellen Berichte zeigen vorerst vor allem eines: Beljo hat sich mit seinen Toren längst wieder für die finanzkräftigsten Fußballmärkte Europas interessant gemacht.