Adrian Mannarino hat beim Shanghai Masters für eine klare Überraschung gesorgt. Der ungesetzte Franzose bezwang den an Nummer sechs gesetzten Flavio Cobolli mit 6:1, 4:6, 6:3 und zog damit in die dritte Runde des ATP-Masters-1000-Turniers ein. Das Match auf dem Hartplatz im Freien dauerte 2 Stunden und 26 Minuten. Für Mannarino war es der erste Saisonsieg gegen einen Top-10-Spieler.
Mannarino dominiert den ersten Satz
Adrian Mannarino erwischte den besseren Start, obwohl er gleich zu Beginn einen Breakball abwehren musste. Danach übernahm der Linkshänder die Kontrolle und setzte Flavio Cobolli mit präzisen Returns und sicherem Grundlinienspiel unter Druck. Cobolli fand im ersten Satz keine Antwort auf das variable Spiel seines Gegners.
Der Italiener gab dreimal in Folge sein Aufschlagspiel ab. Adrian Mannarino ließ dagegen keine Gelegenheit zum Break zu und entschied den ersten Satz mit 6:1 für sich. Flavio Cobolli produzierte bereits in dieser Phase viele unerzwungene Fehler, vor allem mit der Vorhand. Sein Aufschlag half ihm ebenfalls nicht aus der schwierigen Lage.
Cobolli erzwingt den Ausgleich
Im zweiten Satz steigerte sich Flavio Cobolli deutlich. Der sechstgesetzte Italiener agierte von der Grundlinie geduldiger und erhöhte den Druck im Return-Spiel. Ein frühes Break brachte ihn in eine bessere Position, doch Adrian Mannarino antwortete sofort mit dem Rebreak.
Cobolli holte sich den Vorteil unmittelbar erneut. Damit verschob sich das Kräfteverhältnis, und der Italiener spielte nun mit mehr Länge und Sicherheit. Mannarino blieb zwar gefährlich, konnte den Satz aber nicht mehr drehen. Flavio Cobolli glich mit 4:6 nach Sätzen aus.
Entscheidung im dritten Satz
Der dritte Satz verlief zunächst eng und ausgeglichen. Beide Spieler hielten ihr Aufschlagspiel und suchten nach einer Lücke im Return-Spiel des Gegners. Den entscheidenden Wendepunkt setzte Adrian Mannarino, der als erster einen Breakball verwertete.
Flavio Cobolli geriet dadurch erneut unter Druck. Seine hohe Fehlerzahl blieb ein Problem, während Mannarino die wichtigen Ballwechsel ruhiger ausspielte. Beim Aufschlag zum Matchgewinn musste der Franzose zwei Breakbälle abwehren. Er blieb jedoch stabil und beendete die Partie mit seinem zweiten Matchball zum 6:3.
Statistik unterstreicht Mannarinos Effizienz
Die Match-Statistik spiegelte den Verlauf wider. Adrian Mannarino gewann 85 Prozent seiner Aufschlagspiele und wehrte 78 Prozent der Breakbälle ab. Bei seinen eigenen Breakbällen verwertete er die Hälfte. Flavio Cobolli gewann dagegen 62 Prozent seiner Aufschlagspiele und ließ insgesamt fünfmal seinen Service abgeben.
Mannarino war zudem bei den Return-Punkten erfolgreicher und gewann 53 Prozent aller Punkte. Cobolli kam auf zehn Asse und 30 Winner, leistete sich aber 42 unerzwungene Fehler. Mannarino schlug fünf Asse, produzierte 28 unerzwungene Fehler und hielt auch in den kritischen Momenten des Entscheidungssatzes die Kontrolle.
Für Adrian Mannarino bedeutete der Erfolg den Einzug in die dritte Runde eines ATP-Masters-1000-Turniers zum ersten Mal seit Cincinnati 2025. Der Franzose, der in der Weltrangliste auf Position 83 geführt wurde, nutzte seine Erfahrung gegen den Weltranglisten-Siebten Flavio Cobolli konsequent aus. Cobolli musste dagegen nach seinem frühen Ausscheiden beim Pekinger Turnier erneut eine Enttäuschung im asiatischen Herbst-Hartplatzblock hinnehmen.