Pablo Carreño Busta gewann in der zweiten Runde des Shanghai Masters gegen Alejandro Tabilo mit 4:6, 7:6, 6:4. Der Spanier drehte damit eine umkämpfte Partie auf dem Hartplatz, nachdem Alejandro Tabilo den Auftaktsatz für sich entschieden hatte. Der Schlüssel lag im Tiebreak des zweiten Satzes und in der anschließenden Stabilität von Carreño Busta.
Carreño Busta blieb nach dem Fehlstart ruhig
Alejandro Tabilo trat als gesetzter Spieler an und hatte deshalb die erste Runde nicht bestreiten müssen. Der Linkshänder aus Chile fand zunächst gut in die Partie und setzte Pablo Carreño Busta mit seinem variablen Grundlinienspiel unter Druck. Carreño Busta, der als Qualifikant in die zweite Runde eingezogen war, musste den ersten Satz mit 4:6 abgeben.
Der Spanier ließ sich davon jedoch nicht aus dem Rhythmus bringen. Carreño Busta agierte geduldig, hielt die Ballwechsel von der Grundlinie aus lange offen und wartete auf die passenden Momente für den Vorstoß. Tabilo blieb gefährlich, doch der Verlauf entwickelte sich zunehmend ausgeglichener.
Der Tiebreak brachte die Wende
Im zweiten Satz blieb die Partie eng. Beide Spieler hielten ihr Return-Spiel weitgehend zusammen, sodass sich kein klarer Vorteil ergab. Carreño Busta erspielte sich die bessere Ausgangslage für die entscheidende Phase und bewahrte auch unter Druck die nötige Ruhe.
Im Tiebreak setzte sich der Spanier mit 7:2 durch. Damit glich Pablo Carreño Busta nach Sätzen aus und verschob die Dynamik der Partie deutlich. Alejandro Tabilo hatte zuvor den besseren Start erwischt, musste nun aber in den Entscheidungssatz gehen.
Spanier nutzte die entscheidenden Chancen
Im dritten Satz spielte Carreño Busta konsequenter. Der Rechtshänder fand häufiger die richtige Länge und zwang Tabilo zu schwierigen Schlägen. Der Spanier gewann den Durchgang mit 6:4 und machte damit den Dreisatzsieg perfekt.
Die Match-Statistik unterstrich die Ausgeglichenheit. Carreño Busta gewann 51 Prozent der Punkte und holte 72 Prozent der Punkte beim ersten Aufschlag. Außerdem schlug er acht Asse und produzierte 47 Winner. Alejandro Tabilo kam zwar auf neun Asse, machte aber 29 unerzwungene Fehler und konnte den Vorteil aus seinem starken ersten Satz nicht über die gesamte Partie halten.
Für Carreño Busta war der Erfolg auch deshalb wertvoll, weil er bereits zuvor einen Dreisatzsieg gegen Mariano Navone verbucht hatte. Im direkten Vergleich hatte der Spanier vor dieser Begegnung mit 2:1 geführt. Seine Erfahrung, er erreichte in seiner Karriere Rang zehn, half ihm in den engen Momenten. Alejandro Tabilo, dessen beste Platzierung Rang 19 war, verpasste dagegen den Einzug in die nächste Runde.