Der 26-jährige Deutsche kommt von US Lecce und unterschreibt einen Vertrag bis 2029. Nach zwei Jahren in Italien kehrt er damit in die österreichische Bundesliga zurück.
Mit dem Transfer schließen die Salzburger eine Lücke, die nach dem Abgang von Alexander Schlager zu Werder Bremen entstanden war. Statt eines weiteren Talents holte der Klub bewusst einen Torhüter, der bereits mehrere unterschiedliche Stationen und Drucksituationen kennt.
Rückkehr nach Österreich
Früchtl ist hierzulande kein Unbekannter. Im Sommer 2022 wechselte der frühere Bayern-Torhüter zur Wiener Austria und entwickelte sich dort rasch zum unumstrittenen Stammtorhüter. In zwei Spielzeiten absolvierte er 80 Pflichtspiele für die „Veilchen“ und sammelte dabei auch Erfahrung im Europacup.
2024 folgte der Schritt in die Serie A zu US Lecce. Sportlich verlief das Italien-Abenteuer allerdings nicht wie erhofft. Hinter Wladimiro Falcone blieb Früchtl meist nur die Rolle des Ersatzmannes, insgesamt kam er in zwei Jahren lediglich zweimal zum Einsatz. Salzburg bietet ihm nun die Chance auf einen Neustart in einer Liga, die er bereits bestens kennt.
Ausbildung beim FC Bayern
Ausgebildet wurde der 193cm große Torhüter beim FC Bayern München. Dort durchlief er mehrere Nachwuchsmannschaften, bestritt 72 Spiele für die zweite Mannschaft und gehörte über Jahre zum erweiterten Profikader. Sein einziger Pflichtspieleinsatz für die erste Mannschaft blieb allerdings eine kurze Einwechslung. Auch eine Leihe zum 1. FC Nürnberg brachte ihm nicht den erhofften Durchbruch.
Den entscheidenden Schritt im Profifußball machte Früchtl deshalb erst bei der Austria. Seine Zeit in Wien zeigte, dass er als Stammtorhüter über eine gesamte Saison verlässlich funktionieren kann.
Konkurrenz für Zawieschitzky
In Salzburg ist die Rollenverteilung dennoch zunächst klar. Nach dem Wechsel von Alexander Schlager zu Werder Bremen wurde Christian Zawieschitzky zur neuen Nummer Eins erklärt. Der erst 19-Jährige soll weiterhin seine Einsätze bekommen und sich entwickeln. Mit Früchtl erhält er nun aber einen deutlich erfahreneren Konkurrenten.
Gleichzeitig wollte Salzburg nach Schlagers Abgang nicht ausschließlich auf ein sehr junges Torhüterteam setzen. Früchtl soll Stabilität, Routine und auch den nötigen Konkurrenzdruck bringen.
Sportchef Marcus Mann bezeichnete den Neuzugang als Torhüter mit „toller Ausbildung und viel Erfahrung“, der das junge Team unterstützen könne. Früchtl selbst erklärte in seinem ersten Statement als Salzburg-Keeper, dass es für ihn klar ist, nach zwei gebrauchten Jahren einfach alles reinhauen zu wollen: „Ich bin sehr glücklich, dass die guten Gespräche zu einem positiven Abschluss geführt haben und ich nunmehr beim FC Red Bull Salzburg bin. Als Spieler von Austria Wien war ich ja vor rund zwei Jahren öfter hier und habe nicht die besten Erinnerungen, weil wir damals eigentlich immer verloren haben. Umso mehr freue ich mich, dass ich jetzt hier unterschrieben habe und auf der anderen Seite stehe. Meine Aufgaben sind eigentlich sehr klar: Ich werde alles reinhauen, mein absolut Bestes geben und meine neuen Kollegen pushen, damit wir gemeinsam die bestmöglichen Leistungen erbringen.“