Pedro Acosta wehrte sich nach Kräften, lieferte Marc Márquez ein heißes Duell, doch am Ende hatte wieder der Weltmeister die Nase vorn. KTM-Werksfahrer Acosta musste sich wie im Sprint am Vortag auch beim Großen Preis von Ungarn nur Márquez geschlagen geben, sammelte als Zweiter aber wertvolle 20 Punkte und festigte Rang vier in der MotoGP-WM. “Wir haben alles versucht, es war ein guter Kampf. Ich bin wirklich glücklich”, sagte der Spanier, “jetzt muss ich zu Hause etwas chillen.”
Márquez bleibt auf dem Balaton Park Circuit schlicht unschlagbar. Der Titelverteidiger aus Spanien gewann beim achten Saisonlauf wie bei der Premiere im Vorjahr nach dem Sprint auch das Hauptrennen und holte seinen 100. Sieg in der Motorrad-WM. Nur Giacomo Agostini (122) und Valentino Rossi (115) stehen vor ihm.
Für Márquez war es gleichzeitig der erste Grand-Prix-Triumph nach 266 Tagen; der Titelverteidiger hatte zuletzt nach zwei Operationen zwei Rennen aussetzen müssen und war erst am vergangenen Wochenende in Mugello zurückgekehrt. Den Weg zum Sieg ebnete er sich in Runde 15: Nachdem er anfangs Acosta hatte ziehen lassen müssen, erkämpfte sich der 33-Jährige die Spitze zurück.
Francesco Bagnaia (Italien/Ducati) wurde Dritter – für das Ducati-Werksteam bedeutete Márquez‘ Erfolg den ersten Saisonsieg und gleichzeitig den insgesamt 100. in der MotoGP. Für WM-Dramatik sorgte unterdessen Jorge Martín: Der Spanier stürzte in der ersten Kurve und riss drei Konkurrenten mit, darunter Aprilia-Teamkollege Marco Bezzecchi. Der Italiener führt die WM mit 180 Punkten an, liegt 20 vor Martín (160). Dahinter folgen Fabio Di Giannantonio (138), Acosta (132) und Márquez (108).