Pedro Acosta hatte in der MotoGP die nächste Spitzenplatzierung dicht vor Augen, dann streikte seine KTM. Beim Großen Preis von Tschechien musste der Spanier nach einem Defekt in der letzten Runde aufgeben, zu diesem Zeitpunkt hatte er in Brünn auf Rang fünf gelegen. Sein Teamkollege Brad Binder (Südafrika) fuhr als Zwölfter ins Ziel.
Marc Márquez holte sich den Sieg und erhöhte damit den Druck im Titelkampf deutlich. Der Weltmeister aus Spanien setzte sich überlegen vor Ai Ogura (Aprilia/Japan) sowie Ducati-Teamkollege Francesco Bagnaia (Italien) durch – und profitierte dabei auch vom Fehlen des WM-Führenden Marco Bezzecchi.
Der Italiener hatte am Samstag nach einem Sturz im Sprint einen Streckenposten geschlagen und war daraufhin für den Grand Prix gesperrt worden. “Ich möchte mich bei der gesamten MotoGP-Community für mein Verhalten entschuldigen”, schrieb Bezzecchi anschließend bei Instagram. Darüber hinaus suchte er den betroffenen Streckenposten persönlich auf und bat um Entschuldigung.
Sprintsieger Bagnaia führte das Feld zunächst an und erarbeitete sich einen kleinen Vorsprung, doch Márquez erhöhte den Druck und zog wenige Runden vor Schluss vorbei. Kurz darauf musste Bagnaia auch Ogura passieren lassen. Durch Bezzecchis Nullnummer schmolz dessen Vorsprung in der Gesamtwertung erheblich: Nach neun WM-Stationen trennen den Aprilia-Piloten nur noch acht Punkte von seinem spanischen Teamkollegen Jorge Martín, der in Brünn Neunter wurde.
Márquez, der zuletzt in Ungarn in Sprint und Grand Prix triumphiert hatte, lauert mit nur noch 40 Punkten Rückstand.