Im Gradski Stadion von Banja Luka endete das Aufeinandertreffen zweier frischgekrönter Nationalmeister mit einem gerechten 1:1. Borac Banja Luka, bosnischer Rekordmeister unter Trainer Vinko Marinovic, empfing Levski Sofia, das nach 17 Jahren Pause wieder den bulgarischen Meistertitel geholt hatte. Es war das erste Pflichtspiel der Vereinsgeschichte zwischen beiden Klubs – und es lieferte Spannung von der ersten Minute an.
Elfmeter-Führung nach neun Minuten
Das Spiel nahm schon in der Anfangsphase Fahrt auf. Bereits in der 7. Minute sah Levski-Mittelfeldspieler Nikola Serafimov die Gelbe Karte – ein frühes Zeichen für die Intensität der Partie. Zwei Minuten später verwandelte Luka Juričić einen Elfmeter zum 1:0 für Borac. Der 1996 in Deutschland geborene Stürmer war in der Saison 2025/26 der gefährlichste Angreifer des bosnischen Meisters und unterstrich diese Rolle mit dem frühen Treffer. Juričić, dessen Karriere 2015 nach schweren Knieverletzungen beinahe zu Ende gewesen wäre, traf damit im ersten Champions-League-Qualifikationsspiel seiner Mannschaft. Bis zur Pause blieb es beim 1:0. Kurz vor dem Halbzeitpfiff sah Juričić selbst noch die Gelbe Karte – in der 43. Minute.
Oko-Flex dreht das Spiel nach der Pause
Levski-Trainer Julio Velazquez reagierte zur Pause mit einem personellen Wechsel: Armstrong Echezolachukwu Inya Oko-Flex kam für David Kusso in die Partie. Der Einwechselspieler benötigte nur zehn Minuten, um sich in die Torschützenliste einzutragen. In der 55. Minute traf Oko-Flex nach Vorarbeit von Sergio Miguel Lobo Araujo zum 1:1-Ausgleich. Der 2002 in Dublin geborene Flügelstürmer, der in der abgelaufenen Saison neun Tore zum historischen Meistertitel der Bulgaren beigesteuert hatte, bewies damit einmal mehr seinen Wert für den Klub. Oko-Flex, einst in der Arsenal-Akademie ausgebildet und Jugendmitspieler von Bukayo Saka, war erst im Januar 2026 zu Levski gestoßen – und gehört inzwischen zu den prägenden Figuren des Teams.
Endphase ohne weiteren Treffer
Nach dem Ausgleich blieb das Spiel umkämpft. In der 60. Minute kassierte Boracs Sandi Ogrinec die dritte Gelbe Karte des Abends. Beide Trainer griffen in der Folge mehrfach ins Geschehen ein: Borac brachte in der 64. Minute Ante Roguljić und Amar Milak, Levski wechselte in der 67. Minute Juan Esteban Perea Sanchez ein. In der 83. Minute ersetzte Christian Makoun den Vorlagengeber Sergio Miguel Lobo Araujo auf Seiten der Gäste. Borac nahm Juričić in der 88. Minute vom Feld – er hatte seine Aufgabe zu diesem Zeitpunkt bereits erfüllt. Das Endresultat von 1:1 hält beide Teams im Rennen. Das Rückspiel wird zeigen, welcher der beiden nationalen Titelträger den nächsten Schritt in der Champions-League-Qualifikation macht.