Das erste Pflichtspiel zwischen Kauno Žalgiris und Drita endete 1:1. Die Litauer, die in der Saison 2025 erstmals den A-Lyga-Titel gewonnen und sich damit erstmals für die Champions-League-Qualifikation qualifiziert hatten, agierten vor heimischem Publikum lange als verdiente Führende. Drita, kosovarischer Meister mit zuletzt deutlich mehr europäischer Erfahrung, glich erst spät aus.
Frühe Führung durch Amine Benchaib
Bereits in der zweiten Minute erhielt Moutachy die erste Gelbe Karte der Partie – ein frühes Zeichen für die Intensität des Duells. Kauno Žalgiris ließ sich davon nicht beirren. In der 24. Minute traf Amine Benchaib nach einer Vorlage von Lekiatas zum 1:0. Der belgische Mittelfeldspieler marokkanischer Abstammung war bereits beim historischen Titelgewinn der Litauer eine zentrale Figur gewesen und setzte diese Rolle nun auf der europäischen Bühne fort. Žalgiris kontrollierte das Geschehen und verteidigte die Führung bis zur Halbzeit sicher.
Drita dreht auf – Krasniqi trifft zum Ausgleich
Nach der Pause verlagerte sich das Spielgeschehen. Benchaib sah in der 53. Minute Gelb, Drita erhöhte den Druck. Mit drei Wechseln gleichzeitig in der 66. Minute reagierte Kauno Žalgiris: Iyobosa Edokpolor, Kadric und Slivka kamen für Karashima, Renan Oliveira und Leo Ribeiro. Drita konterte in der 71. Minute mit Balaj und Manaj für Jashari und Abazaj. Die Gäste aus dem Kosovo, die in der vergangenen Saison die Conference-League-Playoff-Runde erreicht hatten, nutzten ihre Routine. Blerim Krasniqi vollendete in der 82. Minute eine Vorlage von Ovouka zum 1:1-Ausgleich. Der albanische Stürmer war damit der entscheidende Mann für Drita – vier Minuten später wurde er ausgewechselt. Tolordava sah in der 88. Minute noch Gelb für Žalgiris, am Ergebnis änderte sich nichts mehr.
Einordnung und Ausblick
Kauno Žalgiris trat in einem 4-1-4-1 an, Drita in einem 4-3-1-2. Die taktische Umstellung der Gäste im zweiten Durchgang und die Frische der eingewechselten Spieler kippten die Partie. Für Žalgiris-Trainer Željko Sopičius, der erst kurz vor dem Spiel das Amt von Eivinas Cerniauskas übernommen hatte, ist das 1:1 ein durchwachsener Einstieg: Die Führung war verdient, der späte Gegentreffer vermeidbar. Das Rückspiel wird zeigen, ob die Litauer ihren ersten Champions-League-Auftritt in der Geschichte verlängern können.