Heute stehen insgesamt sechs Partien auf dem Programm. Neben dem Topspiel zwischen Real Madrid und Inter Mailand sowie dem Auftritt des LASK bei AEK Athen gibt es vier weitere Begegnungen: Der FC Brügge empfängt Aston Villa, Borussia Dortmund trifft auf Villarreal, Manchester City gastiert beim FC Porto und Lille bekommt es mit Real Betis zu tun. Der komplette erste Spieltag verteilt sich auf drei Tage und wird am Donnerstag abgeschlossen.
Der Modus bleibt unverändert
Grundsätzlich bleibt die Champions League gegenüber der vergangenen Saison unverändert. Bereits zum dritten Mal wird die Ligaphase mit 36 Teams in einer gemeinsamen Gesamttabelle ausgetragen. Jeder Klub absolviert acht Partien gegen acht unterschiedliche Gegner, jeweils vier davon zu Hause und auswärts. Die besten acht Teams ziehen direkt ins Achtelfinale ein, die Mannschaften auf den Plätzen neun bis 24 müssen in die K.-o.-Playoffs. Für die Ränge 25 bis 36 ist die Europacup-Saison nach der Ligaphase beendet.
Real gegen Inter: Zwei völlig unterschiedliche Generalproben
Das nominelle Spitzenspiel steigt um 21:00 Uhr im Bernabéu. Real Madrid musste ausgerechnet unmittelbar vor dem Champions-League-Auftakt den ersten Rückschlag unter José Mourinho in dieser Saison hinnehmen. Nach drei Siegen in den ersten drei Ligapartien verloren die Königlichen am Freitag mit 0:1 bei Real Betis. Real erspielte sich zahlreiche hochkarätige Möglichkeiten, kam auf 20 Abschlüsse und mehr als drei Expected Goals. Kylian Mbappé vergab jedoch vier Großchancen und scheiterte in der Nachspielzeit auch mit einem Elfmeter.
Mourinho zeigte sich deshalb weniger mit der Leistung als mit der Chancenverwertung unzufrieden. Gegen Inter muss er seine Mannschaft dennoch umbauen: Eduardo Camavinga, Arda Güler und Bernardo Silva fehlen gesperrt, dazu gibt es mehrere verletzungsbedingte Ausfälle. Mourinho stellte vor der Partie klar, dass ihm nach dem Auftritt in Sevilla vor allem das Resultat wichtig sei – eine weitere gute Leistung ohne Punkte will er nicht sehen.
Inter kommt hingegen mit einem emotionalen Erfolgserlebnis nach Madrid. Der italienische Meister lag am Wochenende gegen Napoli nach 53 Minuten mit 0:2 zurück, drehte die Partie aber noch in einen 3:2-Sieg. Lautaro Martínez verkürzte nur drei Minuten nach dem zweiten Gegentor, Marcus Thuram glich in der 82. Minute aus und Lautaro Martínez vollendete die Aufholjagd in der Nachspielzeit. Inter kam auf starke 29 Abschlüsse und verlagerte das Spiel immer wieder über die beiden Außenbahnen, wo die Flügelspieler viel Druck erzeugten.
Damit treffen auch taktisch zwei interessante Ansätze aufeinander. Unter Mourinho lebt Reals Offensivspiel stark von Bellinghams freien Bewegungen zwischen den Linien sowie der individuellen Qualität von Vinícius und Mbappé. Inter setzt dagegen weiterhin auf Chivus 3-5-2, viel Breite über die Außen und konsequente Vorstöße der Flügelspieler. Entscheidend könnte deshalb werden, wie gut Real die Räume hinter den eigenen hoch stehenden Außenspielern absichert.
LASK startet beim 14-maligen griechischen Meister
Bereits um 18:45 Uhr beginnt für den LASK ein historischer Abend mit dem Auswärtsspiel gegen AEK Athen. Die Linzer qualifizierten sich nach dem Meistertitel der vergangenen Saison erstmals für die Ligaphase der Champions League. Unter Didi Kühbauer hatte der LASK im vergangenen Jahr eine bemerkenswerte Aufholjagd hingelegt und diesen Schwung in die neue Spielzeit mitgenommen. Nach fünf Bundesliga-Partien hält der Titelverteidiger bei fünf Siegen und lediglich zwei Gegentoren.
Besonders auffällig ist, wie wenig die Linzer defensiv zulassen. Der kumulierte Expected-Goals-Wert der Gegner liegt nach fünf Runden erst bei 2,40. Noch extremer ist die Zahl der gegnerischen Abschlüsse: Der LASK lässt im Schnitt lediglich 5,01 Schüsse pro 90 Minuten zu. Diese Zahl wird bei einer so kleinen Stichprobe kaum dauerhaft auf diesem Niveau bleiben, verdeutlicht aber, wie gut der amtierende Meister defensiv organisiert ist. Zum Vergleich: Salzburg liegt in dieser Wertung mit 9,58 zugelassenen Abschlüssen auf Rang zwei und musste damit bislang fast doppelt so viele gegnerische Schüsse zulassen.
Damit besteht die Stärke der Linzer keineswegs nur aus der Offensivqualität von Samuel Adeniran und Moses Usor. Auch gegen den Ball funktioniert Kühbauers Mannschaft bislang hervorragend. Zusätzlich kehrte Saša Kalajdžić Ende August fix zum LASK zurück, wird nach seiner kurzen Trainingspause aber noch vorsichtig herangeführt.
AEK geht seinerseits mit viel Selbstvertrauen in die Partie. Der 14-malige griechische Meister gewann am Wochenende mit 5:0 gegen Aris Saloniki. In den griechischen Medien wird der LASK dennoch keineswegs als angenehmer Auftaktgegner gesehen. Besonders die schnellen Umschaltmomente über Usor und Adeniran sowie die Konsequenz, mit der die Linzer nach Ballgewinnen vertikal spielen, werden als Gefahren hervorgehoben. Kühbauer selbst erwartet ein hartes Spiel, reist aber mit dem klaren Ziel nach Griechenland, Punkte mitzunehmen.
Dortmund, Manchester City und Aston Villa ebenfalls im Einsatz
Auch die übrigen vier Partien bieten interessante Konstellationen. Borussia Dortmund empfängt Villarreal und geht nach einem starken Saisonstart als Favorit in die Partie; die Spanier warten in der heimischen Liga noch auf ihren ersten Sieg. Der FC Brügge trifft auf Europa-League-Sieger Aston Villa – eine Neuauflage eines Duells, das es 2024/25 gleich dreimal in der Champions League gab. Der FC Porto empfängt Manchester City, während Lille gegen Real Betis auf den Gegner trifft, der Real Madrid erst am vergangenen Wochenende die erste Niederlage der Saison zufügte.