Der BVB gewann ein unterhaltsames Duell gegen die Gunners mit 3:2, nachdem die Mannschaft von Niko Kovač bereits zur Pause mit zwei Toren geführt hatte. Arsenal steigerte sich nach dem Seitenwechsel deutlich, konnte die Niederlage aber nicht mehr abwenden. Für Borussia Dortmund war es ein gelungener Härtetest kurz vor dem Start in die neue Saison.
Dortmund geht schnell in Führung
Arsenal hatte die erste Möglichkeit der Partie, doch Dortmund schlug bereits nach wenigen Minuten auf der Gegenseite zu. Samuele Inácio tauchte in der siebten Minute im Strafraum auf und brachte den BVB mit einem platzierten Abschluss in Führung.
Arsenal reagierte und hätte noch in der ersten halben Stunde ausgleichen können. Martin Ødegaard wurde unmittelbar vor dem Strafraum zu Fall gebracht, Schiedsrichter Chris Kavanagh entschied nach kurzem Zögern auf Freistoß statt Elfmeter. Wenig später traf Viktor Gyökeres nach einer guten Aktion über die rechte Seite nur die Latte.
Statt des Ausgleichs fiel auf der anderen Seite das 2:0. Riccardo Calafiori verlor nahe der Mittellinie den Ball, woraufhin Konstantinos Karetsas viel Platz vorfand. Der erst 18-jährige Neuzugang zog nach innen und schloss sehenswert ins lange Eck ab. Für den Griechen, der erst wenige Tage zuvor von KRC Genk verpflichtet worden war, war es ein Einstand nach Maß.
Arsenal kommt nach der Pause zurück
Mikel Artetas Mannschaft fand nach dem Seitenwechsel wesentlich besser in die Partie. Vor allem Christos Tzolis sorgte auf der linken Seite immer wieder für Gefahr. In der 55. Minute bereitete der griechische Nationalspieler den Anschlusstreffer vor: Seine Hereingabe verwertete Ethan Nwaneri zum 1:2.
Die Hoffnung auf eine schnelle Wende hielt allerdings nur wenige Minuten. Nach einer Dortmunder Ecke gelang es Arsenal nicht, den Ball aus der Gefahrenzone zu befördern. Der Ex-Salzburger Joane Gadou reagierte am schnellsten und stellte den alten Zwei-Tore-Abstand wieder her.
Gerade dieser Treffer dürfte Arteta weniger gefallen haben. Bereits bei der 1:3-Niederlage gegen Real Betis wenige Tage zuvor hatte Arsenal defensiv Probleme gezeigt. Auch gegen Dortmund entstanden die Gegentore nicht ausschließlich durch herausgespielte Kombinationen des Gegners, sondern teilweise durch eigene Fehler und unsauberes Verteidigen.
Tzolis sorgt für Gefahr
Offensiv zeigte der englische Meister hingegen einige positive Ansätze. Tzolis gehörte bei seinem Auftritt im Emirates Stadium zu den auffälligsten Spielern. Neben seiner Vorlage zum 1:2 holte er in der 69. Minute auch den Elfmeter heraus, den Gyökeres sicher verwandelte. Damit war Arsenal wieder auf 2:3 herangekommen.
In der Schlussphase wechselte Arteta noch einmal kräftig durch und gab mehreren jungen Spielern Einsatzzeit. In der Nachspielzeit kam Arsenal dem Ausgleich noch einmal ganz nahe, als Gabriel Martinelli den Ball im Dortmunder Tor unterbrachte. Der Treffer wurde allerdings wegen einer Abseitsstellung nicht anerkannt. Kurz darauf stand der 3:2-Erfolg des BVB fest.
Gelungener Test für den BVB
Für Dortmund war der Auftritt vor allem angesichts der Aufstellung interessant. Kovač setzte über weite Strecken auf eine junge Mannschaft. Mit Inácio, Karetsas und Gadou erzielten drei Spieler im Alter von höchstens 19 Jahren die Treffer. Inácio hatte sich bereits in der vergangenen Saison in den Profikader gespielt und im Juni sogar sein Debüt für die italienische Nationalmannschaft gefeiert.
Arsenal trat ebenfalls nicht in Bestbesetzung an. Mehrere WM-Teilnehmer standen noch nicht zur Verfügung, während Kapitän Ødegaard erstmals seit dem Turnier wieder eingesetzt wurde. Der erst einen Tag zuvor verpflichtete Bruno Guimarães wurde vor dem Anpfiff den Fans präsentiert, gehörte aber noch nicht zum Aufgebot.
Eine ungewöhnliche Zugabe gab es nach dem Schlusspfiff. Unabhängig vom Ergebnis hatten beide Teams ein Elfmeterschießen zu Trainingszwecken vereinbart. Dieses entschied Arsenal mit 5:4 für sich, nachdem Illan Meslier einen Versuch von Mathis Albert pariert hatte. Am Sieger des Emirates Cup änderte das nichts: Die Trophäe ging nach Dortmund.