Die Mannschaft von Danny Röhl muss in der dritten Qualifikationsrunde zunächst gegen Pafos FC aus Zypern bestehen. Gelingt der Aufstieg, wartet im Playoff der Verlierer aus Mjällby AIF gegen Slovan Bratislava. Damit hätte Salzburg ein Los, das sportlich machbar wirkt, aber trotzdem Stolperpotential bereithält.
Alle möglichen Playoff-Paarungen im Überblick
• Trabzonspor – Sieger aus Ferencváros/Górnik Zabrze
• Sieger aus KuPS Kuopio/Universitatea Craiova – Verlierer aus Ararat-Armenia/NK Celje
• Sint-Truidense VV – Sieger aus Lincoln Red Imps/Omonia
• Verlierer aus Hapoel Beer-Sheva/Crvena Zvezda – Viktoria Plzeň
• Sieger aus Shamrock Rovers/KF Egnatia – Lillestrøm
• Sieger aus Jagiellonia Białystok/Rangers – Sieger aus Larne/FC Iberia 1999
• Verlierer aus Mjällby AIF/Slovan Bratislava – Sieger aus Pafos FC/FC Salzburg
• Verlierer aus Levski Sofia/Kairat Almaty – Sieger aus PAOK/Anderlecht
• Verlierer aus Lech Poznań/KÍ Klaksvík – Sieger aus FC Thun/Víkingur Reykjavík
• Sieger aus Hradec Králové/Beşiktaş – Verlierer aus GNK Dinamo/Kauno Žalgiris
• Sieger aus Benfica/Heart of Midlothian – Verlierer aus AGF Aarhus/Sabah
• OFI Kreta – Sieger aus Maccabi Tel-Aviv/CSKA Sofia
Die Playoff-Hinspiele finden am 20. August statt, die Rückspiele am 27. August. Die Sieger ziehen in die Ligaphase der Europa League ein. Die Verlierer fallen nicht aus dem Europacup heraus, sondern rutschen in die Ligaphase der Conference League.
Salzburg mit klarer Rechnung
Für Salzburg ist die Rechnung damit einfach: Setzt sich der Vizemeister gegen Pafos durch, bleiben zwei Wege offen: Ein Sieg im Europa-League-Playoff würde die Ligaphase der Europa League bringen. Eine Niederlage im Playoff wäre zwar sportlich bitter, hätte aber immerhin noch die Conference-League-Ligaphase als Sicherheitsnetz zur Folge.
Das macht das Duell gegen Pafos besonders wichtig. Salzburg spielt in dieser Runde nicht nur um den nächsten Schritt, sondern auch um eine deutlich komfortablere europäische Ausgangslage. Wer die dritte Qualifikationsrunde übersteht, hat eine Ligaphase fix. Wenn Salzburg gegen Pafos verliert, muss man den Umweg über die Conference League nehmen – und hätte dort im Playoff noch einmal Druck.
Genau dieses Szenario ist ebenfalls bereits bekannt: Sollte Salzburg gegen Pafos verlieren, würde der Klub im Conference-League-Playoff auf den Sieger aus Auda gegen Dinamo City treffen. Auf dem Papier eine der leichtesten, möglichen Auslosungen, wenngleich Auda sich sensationell gegen FCSB aus Rumänien durchsetzte.
Mjällby oder Slovan als Prüfstein
Der mögliche Europa-League-Playoffgegner hat zwei sehr unterschiedliche Gesichter. Mjällby wäre – zumindest im europäischen Kontext – der deutlich exotischere Name. Der schwedische Sensationsmeister spielte eine bemerkenswerte Saison 2025 und wäre für Salzburg trotzdem ein Gegner, gegen den man als Favorit gelten würde. Aktuell liegt die Mannschaft allerdings nur auf dem elften Rang der schwedischen Allsvenskan.
Slovan Bratislava wäre die in Europa routiniertere Variante. Die Slowaken bringen deutlich mehr Europacup-Erfahrung mit, kennen derartige Qualifikationssituationen gut und wären wohl der unangenehmere Gegner. Dennoch gilt auch hier: Salzburg hätte gegen beide möglichen Gegner die individuelle Qualität, um die Europa-League-Ligaphase zu erreichen.
Thun mit interessantem Weg
Auch der FC Thun kennt seinen möglichen Weg. Die Schweizer treffen in der dritten Qualifikationsrunde auf Víkingur Reykjavík. Setzt sich Thun durch, wartet im Playoff der Verlierer aus Lech Poznań gegen KÍ Klaksvík. Ein Weiterkommen gegen Víkingur wäre also nur der erste Schritt, danach könnte mit Lech ein sehr anspruchsvoller Gegner kommen.
Für Thun gilt aber dasselbe Prinzip wie für Salzburg: Wer die dritte Runde übersteht, hat zumindest die Conference-League-Ligaphase sicher. Der Unterschied liegt im Anspruch. Salzburg muss die Europa League als Ziel sehen, Thun würde bereits mit dem Playoff-Einzug und der fixen Ligaphase ein starkes internationales Ausrufezeichen setzen. Müssten die Schweizer doch ins Playoff der Conference League würde dort entweder Borac Banja Luka aus Bosnien-Herzegowina oder Vitebsk aus Belarus warten. Wie bei Salzburg also machbare „Auffanggegner“…