Isaac Del Toro hat die Tour Auvergne-Rhône-Alpes gewonnen und dabei gleich zwei Etappensiege eingefahren. Auf dem abschließenden Schlussanstieg zum Plateau de Solaison setzte sich der Mexikaner am Sonntag alleine ab und bezwang den Spanier Juan Ayuso (Lidl-Trek) mit genau einer Minute Vorsprung.
In der Gesamtwertung gewann Del Toro mit 54 Sekunden vor dem Australier Luke Tuckwell, Ayuso wurde Dritter (+1:17 Minuten). Tuckwell, der die Gesamtwertung bis zum Finale angeführt hatte, kam auf der Schlussetappe auf Rang acht ein (1:43 Minuten Rückstand).
Del Toro war mit 49 Sekunden Rückstand auf Tuckwell in den letzten Tag gegangen – nachdem er bereits die vorletzte Etappe am Samstag gewonnen hatte. Mit seinem Triumph beim traditionellen Tour-de-France-Vorbereitungsrennen tritt der UAE-Profi die Nachfolge seines Teamkollegen Tadej Pogacar an, der diesmal fehlte und ab Mittwoch die Tour de Suisse bestreitet.
Del Toro soll bei der am 4. Juli in Barcelona beginnenden Frankreich-Rundfahrt als wichtigster Helfer des Slowenen fungieren.
Nicht ins Ziel kam hingegen das französische Ausnahmetalent Paul Seixas: Der 19-Jährige stieg nach rund 30 km aus, gehandicapt durch die Folgen seines schweren Sturzes vom Vortag. Seixas hatte sich auf der vorletzten Etappe verletzt, aber noch ins Ziel gequält.
„Ich hatte Angst, mich schwer verletzt zu haben. Ich habe mir selbst gesagt, dass es vorbei ist”, beschrieb er den Samstag.
Laut Teamangaben von Decathlon erlitt er diverse Schürfwunden, jedoch keine strukturellen Verletzungen – sein Tour-Start ist derzeit nicht gefährdet. Seixas war im Frühjahr durch starke Auftritte bei Eintagesrennen und kurzen Rundfahrten aufgefallen; Experten trauten ihm zu, bei der Tour zumindest zeitweise mit Pogacar und Jonas Vingegaard mithalten zu können.
Frankreich wartet seit Bernard Hinauts Triumph 1985 auf einen Tour-Sieg.