Ein Zeitfahren, eine Entscheidung: Tadej Pogacar hat bei der Tour de Suisse seine Führung im Gesamtklassement eindrucksvoll ausgebaut und steht unmittelbar vor dem ersten Gesamtsieg bei der Schweizer Rundfahrt. Auf der vierten Etappe bewältigte der Weltmeister vom Team UAE Emirates-XRG die 23,7 Kilometer lange Strecke in Aarburg in 26:37,99 Minuten und siegte mit dem hauchdünnen Vorsprung von 31 Hundertstelsekunden vor dem Niederländer Mathieu van der Poel (Alpecin-Premier Tech).
Tobias Foss, ehemaliger Zeitfahr-Weltmeister aus Norwegen, belegte mit sechs Sekunden Rückstand für Netcompany Ineos den dritten Platz. Nils Politt, einer der wichtigsten Helfer von Pogacar, war als 14. (+0:43 Minuten) bester Deutscher.
Besonders spektakulär: Pogacar überholte den vor ihm gestarteten Richard Carapaz (EF Education-EasyPost) auf offener Strecke und baute seinen Gesamtvorsprung auf 4:22 Minuten gegenüber dem Tokio-Olympiasieger aus Ecuador aus – rund anderthalb Minuten mehr als zuvor.
Der slowenische Radstar bestreitet die Tour de Suisse als Generalprobe für die Tour de France, die am 4. Juli in Barcelona startet. Dort könnte er mit einem fünften Gesamtsieg in die Riege der Rekordgewinner aufsteigen.
Zuvor wartet am Sonntag noch das Finale über 150,7 Kilometer, das dreimal den Col de la Croix beinhaltet – ein Profil ganz nach Pogacars Geschmack.