Der 33-Jährige ist der erste englische Gewinner seit Michael Owen im Jahr 2001. Neben dem Ballon d’Or durfte Kane auch die Gerd-Müller-Trophäe als erfolgreichster Torjäger entgegennehmen. Bei den Frauen ging die wichtigste Auszeichnung an Alexia Putellas, die den Preis zum dritten Mal gewann.
Kane wird für seine außergewöhnliche Saison belohnt
Die Zahlen aus der vergangenen Spielzeit liefern die wichtigsten Argumente für Kanes Auszeichnung. In 51 Pflichtspielen für Bayern München erzielte der Mittelstürmer 61 Tore und bereitete sieben weitere Treffer vor. Allein in der Bundesliga traf er 36-mal in 31 Einsätzen und sicherte sich damit zum dritten Mal hintereinander die Torjägerkrone.
Auch international war Kane kaum zu stoppen. In der Champions League erzielte er 14 Treffer und erreichte mit Bayern das Halbfinale, in dem sich der spätere Sieger Paris Saint-Germain durchsetzte. Im DFB-Pokal steuerte der Engländer zehn Tore zum Titelgewinn bei. Die Münchner gewannen neben dem Pokal auch die Bundesliga und den Supercup.
Kane überzeugte dabei nicht ausschließlich als klassischer Strafraumstürmer. Er ließ sich regelmäßig ins Mittelfeld zurückfallen, beteiligte sich am Kombinationsspiel und öffnete mit seinen Bewegungen Räume für nachrückende Mitspieler. Seine Fähigkeit, sowohl als Vorbereiter als auch als Vollstrecker aufzutreten, machte ihn zu einem zentralen Bestandteil der Münchner Offensive.
Seine starke Vereinssaison bestätigte Kane bei der Weltmeisterschaft 2026. Der englische Nationalmannschaftskapitän erzielte sechs Tore und führte sein Team zum dritten Platz. Mit insgesamt 14 WM-Treffern überholte er Gary Lineker als erfolgreichsten englischen Torschützen der Turniergeschichte.
Alexia Putellas gewinnt den Ballon d’Or der Frauen
Bei den Frauen wurde Alexia Putellas zum dritten Mal nach 2021 und 2022 ausgezeichnet. Die spanische Mittelfeldspielerin überzeugte in der Saison 2025/26 mit 26 Toren und 15 Vorlagen in 53 Partien für den FC Barcelona.
Putellas führte die Katalaninnen zu vier Titeln, darunter dem Gewinn der Champions League. Im Sommer wechselte die 32-Jährige zu den London City Lionesses. Mit ihrem dritten Ballon d’Or zog sie mit ihrer früheren Teamkollegin Aitana Bonmatí gleich.
Lamine Yamal gewinnt zum dritten Mal die Kopa-Trophäe
Lamine Yamal wurde zum dritten Mal in Folge als bester Nachwuchsspieler ausgezeichnet. Der 19-Jährige sicherte sich erneut die Kopa-Trophäe und bestätigte damit seine Stellung als eines der größten Talente des Weltfußballs.
Der Offensivspieler des FC Barcelona überzeugte in der vergangenen Saison mit seinen Dribblings, seiner Kreativität und zahlreichen Torbeteiligungen. Mit den Katalanen gewann er die spanische Meisterschaft und den Supercup. Zudem wurde er mit Spanien Weltmeister und zum besten Spieler der La-Liga-Saison 2025/26 gewählt.
In der Abstimmung um den Ballon d’Or musste er sich zwar Harry Kane geschlagen geben, mit seiner dritten Kopa-Trophäe stellte er jedoch einen weiteren Rekord auf.
PSG, Luis de la Fuente und Unai Simón ausgezeichnet
Paris Saint-Germain wurde nach der erfolgreichen Titelverteidigung in der Champions League zur Mannschaft des Jahres gewählt. Spaniens Nationaltrainer Luis de la Fuente erhielt nach dem WM-Triumph die Auszeichnung als Trainer des Jahres.
Auch der Preis für den besten Torhüter ging nach Spanien: Unai Simón von Athletic Bilbao gewann die Jaschin-Trophäe. Der 29-Jährige war bei der Weltmeisterschaft eine wichtige Stütze der spanischen Mannschaft gewesen.