Die GT Cup Series vereint auf dem 5,403 Kilometer langen Masaryk Circuit unterschiedliche Fahrzeugklassen in einem gemeinsamen Rennen. Neben leistungsstarken Sportprototypen treten unter anderem GT3-, GT4- und Cup-Fahrzeuge gegeneinander an. Entsprechend werden neben dem Gesamtsieg auch zahlreiche Klassensiege vergeben. Zu den regelmäßig stärksten Piloten der Sports Car Challenge gehören Fink und Sven Barth, während in dieser Saison auch prominente Namen wie Christian Klien und Mathias Lauda bereits am Start standen.
Österreicher diesmal ohne Klien und Lauda
In Brünn fehlten die beiden bekannten Österreicher Klien und Lauda, ganz ohne rot-weiß-rote Beteiligung ging das Rennen allerdings nicht über die Bühne. Oliver Michael war mit seinem Porsche 992 GT3 Cup für Team Michael am Start, Bob Bau vertrat das Motorsportzentrum Ried ebenfalls in einem Porsche 911 Cup.
Michael belegte am Ende Gesamtrang 15 und wurde Dritter in der D4-GTC-Klasse, unmittelbar dahinter folgte Bau als Vierter derselben Kategorie.
An der Spitze galt aber erneut Fink als Mann, den es zu schlagen galt. Schon am Samstag hatte er das erste Sprintrennen von vorne kontrolliert – und auch am Sonntag ließ der vierfache Champion mit seinem Nova Proto NP01 nichts anbrennen.
Adam Konopka mit Traumstart
Fink behauptete beim Start seine Führung, dahinter sorgte allerdings Adam Konopka für die spektakulärste Aktion der ersten Runde. Der Slowake erwischte mit seinem Lamborghini Huracán einen herausragenden Start und katapultierte sich von Platz sieben bis auf die zweite Position nach vorne.
Dort konnte er Finks Tempo allerdings nicht dauerhaft mitgehen. Sven Barth arbeitete sich mit seinem Ginetta G61 wieder an Konopka vorbei und übernahm Rang zwei, während Fink an der Spitze seinen Vorsprung kontrollierte.
Wie schon am Vortag zeigte sich dabei die enorme Pace des Deutschen. Mit 1:52,934 Minuten fuhr er die schnellste Runde des Rennens und war damit noch einmal deutlich schneller als bei seinem Samstagssieg. Barth kam mit einer persönlichen Bestzeit von 1:55,084 Minuten nicht an dieses Niveau heran.
Kollision beendet Miro Konopkas Rennen
Für die größte Unterbrechung sorgte eine Kollision zwischen Jeremy Siffert und Miro Konopka. Besonders bitter war der Zwischenfall für Konopka, der zu diesem Zeitpunkt die D5-Klasse anführte. Der Ligier-Pilot wurde aus dem Rennen genommen und konnte die Fahrt nicht mehr fortsetzen.
Die Rennleitung schickte anschließend das Safety Car auf die Strecke. Damit rückte das Feld noch einmal zusammen und Finks zuvor herausgefahrener Vorsprung war dahin. Nach mehreren Minuten wurde das Rennen für die Schlussphase wieder freigegeben.
Wer auf einen Angriff auf den Spitzenreiter gehofft hatte, wurde allerdings enttäuscht. In den rund fünf verbliebenen Rennminuten veränderte sich an der Spitze nichts mehr. Fink kontrollierte auch den Restart und brachte den Sieg letztlich 5,407 Sekunden vor Barth nach Hause.
Fink setzt seine Siegesserie fort
Damit gewann Fink natürlich auch erneut die Open-Klasse, während Barth als Zweiter den Sieg in der Pro-Kategorie holte. Adam Konopka verteidigte trotz des verlorenen zweiten Gesamtrangs Platz drei und entschied damit die D4-GTX-Wertung für sich.
Rudolf Beňo gewann mit seinem BMW M4 GT3 die D4-GT3-Klasse. Nach dem Ausfall von Miro Konopka ging der D5-Sieg an Alex Tlustý im Praga R1T. Broněk Formánek setzte sich in der D4-GTC durch, Dobroslav Karnik gewann die D4-GT4 und Ranieri Randacio die Classic-Wertung.
Finks Dominanz setzt sich damit nahtlos fort. Schon zuletzt auf dem Red Bull Ring hatte er beide Läufe gewonnen, nun folgte in Brünn das nächste perfekte Wochenende mit zwei Start-Ziel-Siegen. Vier Rennen in Folge gingen damit an den Deutschen.
Mit dem zweiten Sprint endet zugleich das Motorsportprogramm dieses Wochenendes. Die Masaryk Racing Days 2026 gehen am heutigen Sonntag in Brünn zu Ende.