Kimi Antonelli hat beim Großen Preis von Belgien in Spa-Francorchamps im Mercedes seinen sechsten Saisonsieg in der Formel 1 gefeiert und seine WM-Führung auf 45 Punkte ausgebaut. Der 19-Jährige siegte vor Charles Leclerc im Ferrari und Max Verstappen im Red Bull – und setzte damit ein klares Zeichen im Titelkampf.
Bereits im Qualifying hatte Antonelli mit 0,317 Sekunden Vorsprung auf die Pole Position gezeigt, wie überlegen er an diesem Wochenende war. Das war der größte Zeitabstand zwischen Platz eins und zwei in dieser gesamten Saison.
Das entscheidende Überholmanöver gegen Leclerc vollzog Antonelli in Runde 34 – danach gab er die Führung nicht mehr ab. Schon in der ersten Runde hatte das Rennen eine dramatische Wendung genommen: WM-Rivale George Russell schied nach einer Kollision mit Lewis Hamilton bereits nach fünf Kurven aus. Hamilton kassierte dafür eine Fünf-Sekunden-Strafe.
Russell fluchte über Funk wegen Batterieproblemen: „Was ist mit der Batterie passiert? Das ist nicht akzeptabel.” Hinter den Top Drei kamen Hamilton und McLaren-Pilot Oscar Piastri ins Ziel, McLaren-Weltmeister Lando Norris wurde Siebter. Nico Hülkenberg blieb im Audi mit Platz 13 erneut ohne Punkte, Teamkollege Gabriel Bortoleto kam als Achter ins Ziel.
Verstappen hatte versucht, mit Hilfe eines Windschatten-Manövers durch Teamkollege Isack Hadjar nach vorne zu kommen – in der berüchtigten Eau Rouge überholte er Antonelli kurzzeitig, verlor dann aber ohne Windschatten an Tempo und fiel wieder zurück. Auch der Boxenstopp-Ablauf spielte Antonelli in die Karten: Ferrari ließ Leclerc länger draußen und stoppte erst unter dem virtuellen Safety Car – Charles Leclerc kam zwar vor Antonelli auf die Strecke, doch der junge Italiener schoss sich in den verbleibenden Runden unaufhaltsam nach vorne.
Nach zehn von 22 Saisonläufen führt Antonelli die WM-Wertung mit 204 Punkten an, Hamilton folgt mit 159 Zählern auf Rang zwei. Ein historischer Triumph für den Mercedes-Youngster rückt damit immer näher.